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Donnerstag, 14. Dezember 2017

"Finis Germania"

Kopie, DIE ZEIT:

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""Finis Germania" : Hauptsache, Kampf Die Kritik an der liberalen Gesellschaft, die Rolf Peter Sieferle in seinem Skandalbuch "Finis Germania" ausbreitet, gehört zum Arsenal der internationalen Rechten. Von Thomas Assheuer 22. Juni 2017, 20:51 Uhr Editiert am 22. Juni 2017, 20:51 Uhr 362 Kommentare"

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Warum, um Himmels willen, kann man die anstehenden Themen und Konflikte nicht in aller Ruhe benennen und die verschiedenen Erwartungen und Sichtweisen nebeneinander stellen. Wir haben doch in Sachen Wahrnehmungspsychologie und epistemische Logik weiß Gott die tollsten Forschungen.

Hier also: Sieferle / AfD vs. Göring-Eckardt / Multikulti: Die einen erwarten eine bunte, fröhliche Gesellschaft mit fruchtbaren kleinen Reibereien, die anderen den Religions- oder Bürgerkrieg im August 2072, am 500. Jahrestag der Bartholomäus-Nacht. Je nach eigenen Voraussetzungen erwartet der eine das, die andere das andere.

Bleibt: Was spricht für das eine, was für das andere? Eigentlich sollte doch der Deutschunterricht, "Erörterung" > These / Antithese > Synthese das Rüstzeug bereitstellen. In der Praxis bleiben Syn und Anti schön in ihren Peer-groups. (zeit.de)

"Ihr Körper zitterte vor Erregung"

Notizbuch:

Der NEON-Dreier | Wenn mein Escortjob zur Therapie-Stunde wird | Dilara wurde als Kind sexuell missbraucht und hat noch nie einen Orgasmus gelebt. Hilfe sucht sie sich bei einem professionellen Sex-Arbeiter. Von Pascal Schaefers || Zu Beginn küssten wir uns ausgiebig. Ihr Körper zitterte vor Aufregung und Erregung. || Manche Escortjobs haben einen therapeutischen Charakter. Nicht von vornherein, meist stellt sich das Problem erst nach einigen Treffen heraus. Kunden schämen sich für ihre Impotenz oder sind unsicher darin, das eigene Begehren auszudrücken. Ich habe mit der Zeit gelernt, damit umzugehen. Manchmal komme ich aber auch an meine Grenzen. Wie bei Dilara. ..." (stern.de)

"Ihr Körper zitterte vor Aufregung und Erregung". Na gut, das ist der Stil des Heftchenromans. Immerhin! Das werde ich mir merken müssen!

"Mein Zuhause ist der Himmel"

Notizen / Archiv:

"© AP/FR43398 AP || Dan Johnson hat sich das Leben genommen | Der republikanische Abgeordnete in Kentucky, Dan Johnson, hat sich in der Nacht auf Donnerstag das Leben genommen. Dies nachdem er zuvor Rücktrittsforderungen – auch seiner eigenen Partei –  abgelehnt hatte. Wie die Polizei mitteilte, hat er sich auf einer Brücke erschossen. Johnson wurde vorgeworfen, die damals 17-jährige Freundin seines Sohnes sexuell belästigt zu haben. Der Priester hatte die Vorwürfe noch am Dienstag in einer Medienkonferenz in seiner Kirche als «völlig falsch» und «politisch motiviert» bezeichnet. Wie der «Guardian» berichtet, postete der 57-jährige kurz vor seinem Tod einen Beitrag auf Facebook. «Ich kann das nicht mehr länger ertragen. Mein Zuhause ist der Himmel.»" (amü) (msn.com)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

"... bis zu acht Fremdsprachen!"

Schnell mal eine Fremdsprache lernen! In 14 Tagen! Welche Erfahrungen macht man da?

Ling Fluent – Lehre bis zu acht Fremdsprachen! Wissen mehrere Fremdsprachen erhöht den sozialen Status und die Macher diese innovative Lösung vollkommen darüber wissen. Dank der Bemühungen von Programmierern, Psychologen und Spezialisten im Bereich der Informationsbeschaffung Gehirn, wurde eine Plattform Ling Fluent erfahrungen, die zu meistern können bis zu acht europäischen Sprachen am häufigsten. Sind: Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Norwegisch, Schwedisch und Niederländisch. Ling Fluent – Lehre bis zu acht FremdsprachenWas ist das Geheimnis der Methode Ling Fluent? Der Schöpfer dieser einzigartigen Methode des Fremdsprachenunterrichts Ling Fluent Leo ist anders, Polyglott toll. Die Entwicklung Ihrer Methode, entdeckte er, dass das menschliche Gehirn nimmt die Worte, deren Bedeutung unbekannt ist. Dies lässt vermuten, dass es besser ist, zuerst zu sehen, ein neues Wort, nach dem hören in einem Satz, und erst am Ende erfahren, was es bedeutet. So lernen Kinder die Sprache, und es ist bekannt, dass in einem frühen Alter, wenn das menschliche Gehirn Informationen schneller absorbiert ...

Ach du lieber Gott! Wenn das Ergebnis so ist wie diese -- Übersetzung? Dann doch lieber nicht.

Sophia Doofchen Thomalla

Unwissenheit und latente Doofheit, die Sucht in den Zeitungen zu stehen? Alles zusammen?

"Thomalla hat sich für den Glücksspielanbieter Lottohelden als Gekreuzigte ablichten lassen. Der Slogan zum Bild lautet dem Zeitungsbericht zufolge "Weihnachten wird jetzt noch schöner" - ungeachtet dessen, dass das Bild des gekreuzigten Jesus für Christen in erster Linie auf den Karfreitag verweist. Das 28 Jahre alte Model sagte der 'Bild': 'Wenn man wie ich in einer Familie aus dem Osten aufgewachsen ist, dann ist die Kirche als Institution oft eben nicht so ein großes Thema wie für andere. Ich respektiere aber jeden, der seine Form des Glaubens lebt.'" (tagesspiegel.de)

Warum muss sie aber jetzt die vielen armen atheistischen Ossis mit in die eigene Doofheit rüberzwingen?! Und wenn man, weil aus dem Osten, nichts über "die Kirche als Institution" weiß, dann könnte man sich doch erst recht zurückhalten...

Sex sells...

Ich bin, glaube ich, nicht prüde. Aber wenn ich den Verdacht nicht loswerde, dass mit einer extremen Offenheit, gepaart mit Pseudonym, Aufmerksamkeit erreicht werden soll, dann möchte ich mich nicht  vereinnahmen lassen. Nun also, in der ZEIT. Ein Mann berichtet von einer HIV-Infektion. Vier Frauen, die in Frage kommen. Drei, die ihn angesteckt haben könnten. Oder doch auch die vierte?  Ich mag da nicht rechnen und prüfen. 

Dann wird es deutlich. Für mich: zu deutlich.

"Wie genau ich mich ansteckte, kann ich nicht sagen. Vielleicht hatte ich Risse in den Mundwinkeln, einen kleinen Schnitt an den Fingerkuppen."

Das hier ist nicht das Deutliche. Sondern das, war vorher da steht. Mein Onkel Franz sagt da für gewöhnlich: "Nun, so genau wollte ich es gar nicht wissen!"

Aber wer weiß, vielleicht ist das die neue, die zeitgemäße Offenheit? Die Kommentar legen das ja nahe. Wo liegt denn die Grenze zu Scham und Peinlichkeit? Und ich merke in einem Kommentar vorsichtig an: "Ist die Geschichte echt? Für mich klingt sie nach Scripted Reality. Nicht zu überprüfen, wie so vieles in diesen Tagen."

Montag, 11. Dezember 2017

"Du bist verrückt mein Kind..."

So, am Schluss meiner heutigen Presseschau: "Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin ..."

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Berlin – Drogenschmuggel und Sex mit Häftlingen: Anwältin vor Gericht SEX MIT HÄFTLINGEN Drogenschmuggel und Sex mit Häftlingen: Anwältin vor Gericht Eine Anwältin soll einen Gefangenen der JVA Moabit mit Drogen versorgt und laut einem Bericht mit mehreren Häftlingen Sex gehabt haben. 11.12.2017 || Im Komplex des Moabiter Kriminalgerichts, zu dem auch die JVA Moabit gehört, soll eien Anwältin Drogen an Häftlinge übergeben haben 

Im Komplex des Moabiter Kriminalgerichts, zu dem auch die JVA Moabit gehört, soll eien Anwältin Drogen an Häftlinge übergeben haben 

Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen die Strafrechtsanwältin Stephanie B. wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. B. wird vorgeworfen, Drogen in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit geschmuggelt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll die angeklagte Anwältin am 21. Dezember 2015 einem Häftling fünf Tabletten der Droge Tilidin übergeben haben und kurze Zeit später weitere 15 Pillen, berichtet die "Bild"-Zeitung (zahlungspflichtig). Das Opioid Tilidin ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel, das auch als Partydroge eingesetzt wird. Ziel sei es gewesen, das Mittel im Gefängnis "gewinnbringend" weiter zu verkaufen, zitiert die "Bild"-Zeitung aus der Anklageschrift. 

Medienbericht: Anwältin soll Sex mit Häftlingen gehabt haben Als Mitangeklagter sitzt auch der Häftling im Prozess auf der Anklagebank, sagte eine Sprecherin des Kriminalgerichts Moabit der Berliner Morgenpost. Er sei derzeit im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht. Doch damit nicht genug: Wie im Zuge der Ermittlungen herausgekommen sein soll, soll die Anwältin im Gebäude-Komplex des Kriminalgerichts Moabit Sex mit mehreren Mandanten gehabt haben, berichtet die Zeitung. Auf einem Video, das der Staatsanwaltschaft vorliege, soll Stephanie B. im Anwaltszimmer beim Sex mit einem Gefangenen zu sehen sein. Im selben Raum soll auch die Übergabe der Drogen stattgefunden haben. Der Prozess gegen die 39-jährige Juristin beginnt am 18. Dezember. (morgenpost.de)

Neues Verb: zurückpöbeln

Obwohl ich kein Fan von Til Schweiger bin, halte ich diese Meldung in Sachen "verbale Waffengleichheit herstellen" für wichtig.

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... Das Beste für den Schauspieler: Seit drei Wochen darf er mit richterlichem Segen zurückpöbeln. Das Landgericht Saarbrücken wies die Klage einer Frau zurück, die ebenfalls von Schweiger auf dessen Facebook-Seite „vorgeführt“ wurde – und darin eine Mobbing-Attacke gegen sich sah. (bild.de)

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Wer war eigentlich diese Frau, die glaubte gemobbt zu werden, nachdem sie vorher offenbar etwas Unpassendes gesagt hatte. – Ich suche und finde.

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Til Schweiger war nicht persönlich vor Gericht erschienen

Die Frau hatte Schweiger nach der Bundestagswahl gefragt, ob er nun Deutschland verlassen werde, wie er es vor der Wahl bei einem Einzug der AfD in den Bundestag angekündigt habe. Zudem schob sie den Satz hinterher: „Ihr Demokratieverständnis und Ihr Wortschatz widern mich an.“ Der Schauspieler antwortete ihr darauf „hey schnuffi...! date!? nur wir beide!?“

Das Gericht hatte das persönlichen Erscheinen von Schweiger angeordnet. Dieser hatte aber seine Anwältin Stephanie Vendt aus Hamburg geschickt. Das sei in Ordnung, ein Ordnungsgeld gegen Schweiger werde nicht verhängt, sagte Richter Jung.

Schweigers umstrittenen Eintrag am 28. September haben mittlerweile rund 2700 Besucher auf der Facebookseite des Filmstars mit „Gefällt mir“ gekennzeichnet. Es gibt aber auch etliche kritische Anmerkungen. „Die Filme (von Schweiger) finde ich klasse, keine Frage. Aber private Nachrichten öffentlich darzustellen geht gar nicht“, schreibt eine Frau. Oder eine andere: „Private Nachrichten zu veröffentlichen, ist eine Straftat. Das gilt auch für Prominente.“ (dpa)

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Das mit der Straftat am Schluss, das ist wieder so eine Sache für das „Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden“, um es mal auf juristisch-geschwurbelt auszudrücken. Wenn demnächst ein Erpresserbrief oder eine bodelose Beleidigung für mich kommt, dann darf ich solcherlei offenbar nicht veröffentlichen, weil der ja private Nachrichten an mich war.

Die Dogon und Sirius B

Notizen


In den antiken Kulturen war dieser auffallende Stern häufig ein zentrales Objekt der Verehrung. Im alten Ägypten schenkten Priesterastronomen ihm ihre ganz besondere Aufmerksamkeit. Denn damals fiel der Frühaufgang des Sirius mit dem Eintreten der bedeutsamen Nilschwemme zusammen: Nach einer jahreszeitlich bedingten Unsichtbarkeitsperiode von 70 Tagen zeigte sich Sirius am Morgenhimmel kurz vor Sonnenaufgang, um unmittelbar darauf im Tageslicht zu verblassen. Sobald er wieder erstmals am Morgen ausfindig gemacht werden konnte, wussten die damaligen Sternkundigen, dass der Nil nun beginnen würde, über seine Ufer zu treten.

In Mali findet ein ganz besonderer Siriuskult statt: Der Dogon-Stamm, dessen astronomisches Wissen aus Ägypten zu stammen scheint, verehrt nämlich nicht den hellen Sirius A, sondern seinen erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Sirius B, einen winzigen weißen Zwergstern, der seine grell strahlende Hauptkomponente alle 50 Jahre einmal vollständig umkreist und über 10 000 Mal lichtschwächer ist.

Die Dogon feiern ihren Sirius-B-Kult offenbar bereits seit Jahrhunderten und sprechen sogar noch von weiteren Begleitobjekten im Sirius-System. Woher sie ihr Wissen wirklich bezogen haben, kann niemand sagen, denn auch die alten Ägypter können nach konventioneller Auffassung keine Ahnung von Sirius B gehabt haben.

https://www.pravda-tv.com/2014/10/sirius-verehrung-im-altesten-tempel-der-welt/

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Spekulationen zum astronomischen Wissen der Dogon

In der westlichen Welt wurde die Aufmerksamkeit auf die Dogon gelenkt, als der französische Ethnologe Marcel Griaule und seine Schülerin Germaine Dieterlen während einiger Forschungsreisen ab den 1930er Jahren meinten, Hinweise darauf gefunden zu haben, dass die Dogon Wissen über den Stern Sirius B besitzen. Dieser sehr lichtschwache Begleiter von Sirius kann jedoch nur mit modernen Instrumenten beobachtet werden. In dem 1977 erschienenen Buch „Das Sirius-Rätsel“ stellte der Autor Robert Temple, auf Grundlage der Arbeiten von Griaule und Dieterlen, die pseudowissenschaftliche Hypothese auf, dass dieses angebliche Wissen den Dogon vor langer Zeit durch außerirdische Besucher vermittelt wurde.] Diese Hypothese ist eine der Säulen, auf die die Prä-Astronautik ihre Argumentation stützt, Besucher aus dem Weltall hätten die Erde in der Vergangenheit besucht und in die kulturelle Entwicklung des Menschen eingegriffen. Griaules Angaben konnten jedoch von anderen Forschern nicht bestätigt werden (Walter van Beek, 1991; Ortiz de Montellano, 1996). Detaillierte Nachforschungen von Markus Pössel und Klaus Richter zum Sirius-Rätsel der Dogon ergaben, dass es kein Sirius-Rätsel bei den Dogon gibt. Der belgische Ethnologe Walter van Beek hatte durch jahrelange Studien bei den Dogon herausgefunden, dass Marcel Griaule die Befragung der Dogon methodisch fehlerhaft durchgeführt und so Informationen bei den Dogon suggeriert hat. Astronomen haben darüber hinaus das angeblich komplexe System des Sirius nicht bestätigen können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dogon#Spekulationen_zum_astronomischen_Wissen_der_Dogon

Schwertwale

Ich, wie andere offenba rauch, dachte, dass der Weiße Hai an der Spitz der Nahrungskette steht. Aber offenbar: Weit gefehlt!

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30.06.2017 | KAMPF DER GIGANTEN. Schwertwale haben es auf Haiorgane abgesehen Vor der südafrikanischen Küste stehen normalerweise Weiße Haie an der Spitze der Nahrungskette. Doch wurden sie selbst zu Gejagten. Von Daniel Lingenhöhl | Seit Ende Mai 2017 geht etwas Mysteriöses an der Küste von Fraanskral in Südafrika vor: Insgesamt vier Kadaver von Weißen Haien wurden seitdem an den Strand gespült – deren Leber präzise entfernt worden war. In zwei Fällen fehlten zudem die Herzen der Raubfische, und dem letzten der Opfer wurden auch der Magen und die Hoden weggefressen. Das zeigte eine Autopsie durch die Biologin Alison Towner vom Dyer Island Conservation Trust. Der Kadaver war 4,1 Meter lang, doch wurde auch schon ein knapp fünf Meter langes Weibchen Opfer einer derartigen Attacke – es war der bislang größte Weiße Hai, der in Südafrika seziert wurde. Was attackiert in dieser Region Weiße Haie, die hier eigentlich an der Spitze der Nahrungskette stehen? (spektrum.de)

BP (Born und Pauli)

Max Born wurde vor 135 Jahren geboren. Darauf weist Google heute hin. Ich muss sofort, sehr spontan an die 137 denken.

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Rezension | 19.07.2011 Die mystische Zahl | Wolfgang Steinicke || Was sagt Ihnen die Zahl 137? Wahrscheinlich nichts. So alt wird kein Mensch, der Hartz-IV-Satz liegt zum Glück darüber, es ist nicht das Jahr irgendeiner berühmten Schlacht und sicher auch nicht die Geheimnummer von Lady Gaga. Für den in Österreich geborenen Wolfgang Pauli, einen der bedeutendsten theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts, war sie aber Bestandteil seiner physischen Probleme. Die 137 verfolgte ihn in seinen Träumen – und er träumte viel und intensiv. Vom Unterbewusstsein gequält, begab er sich schließlich in psychoanalytische Behandlung. | Pauli suchte keinen Geringeren auf als den Schweizer Carl Gustav Jung, Freuds Widersacher und Begründer der Archetypenlehre. Die ominöse Zahl verfolgte ihn bis in den Tod: Er starb im Krankenhaus vom Roten Kreuz in Zürich – in Zimmer 137. Als Pauli dort am 5. Dezember 1958 mit starken Magenschmerzen eingeliefert wurde, stöhnte er: "Es ist die 137! Hier komme ich nicht mehr lebend heraus." Die Zahl und ihr Analytiker stehen nun im Mittelpunkt des Buchs "137 – Carl Gustav Jung, Wolfgang Pauli und die Suche nach der kosmischen Zahl" von Arthur I. Miller. (spektrum.de)

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Gibt es in zwei Jahren dann die quantenmechanische Sensation? Ich will es jedenfalls hier schon einmal vermutet haben!

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Ach ja, ein Zuschlag -- ein Nachtrag zur Erläuterung:

Was ist nun das Besondere an dieser Zahl? Zunächst einmal geht es nicht um eine Ganze Zahl im Sinn der Mathematik sondern um einen physikalischen Wert. Genauer muss es 137,035999 heißen, und eigentlich ist sogar der Kehrwert davon gemeint. Es handelt sich um die berühmte Feinstrukturkonstante α ≈ 1/137, die in der Theorie der Atomspektren auftritt. Das Besondere: α ist dimensionslos, also ein reiner Zahlenwert ohne Einheit wie zum Beispiel Zentimeter oder Kilogramm. Die Zahl ist das Ergebnis einer eigentümlichen Kombination der drei Naturkonstanten e (elektrische Ladung), h (Wirkungsquantum) und c (Lichtgeschwindigkeit). Sie verknüpft also Quantentheorie (e, h) und Spezielle Relativitätstheorie (c) und ist daher ein zentrales Element der Relativistischen Quantenmechanik. Wolfgang Pauli und Werner Heisenberg haben diese Theorie (Quantenelektrodynamik) in den 1930er Jahren begründet. Es ist also kein Wunder, dass die Feinstrukturkonstante Pauli stark beschäftigt hat. Leider gelang es ihm nicht, ihren Wert aus tieferen Prinzipien abzuleiten. Das Problem ist nach wie vor offen.

Birkenstock kündigt Amazon

Sage keiner, BILD habe keine interessasnten Meldungen!

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SCHUH-HERSTELLER IST SAUER | Birkenstock kündigt Amazon || TANJA TRESER, veröffentlicht am 10.12.2017 || Die Mail kam am Freitagmorgen. „Wir haben beschlossen, zum 1. Januar 2018 die direkte Belieferung von Amazon in Europa komplett einzustellen“, schreiben die Chefs des Schuhherstellers Birkenstock, Oliver Reichert und Markus Bensberg, ihren 3500 Mitarbeitern. Begründung: „Auf der Amazon-Plattform in Europa mussten wir weitere Markenrechtsverletzungen feststellen.“ Im Klartext: Amazon vertickt billige Birkenstock-Kopien – zum Schaden des Markenherstellers. | Das „Angebot von Produktfälschungen“ bei Amazon widerspreche einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, so das Birkenstock-Duo. „Der weltweit größte Online-Händler ist nicht mit dem nach unseren Maßstäben erforderlichen Engagement an einer vertrauensvollen Beziehung und dem Schutz unserer Kunden vor Irreführung und Täuschung interessiert.“ Im Sommer 2016 hatte Deutschlands größter Schuhhersteller bereits die Belieferung von Amazon in den USA eingestellt. Der Internet-Riese versuchte deshalb, sich bei US-Händlern mit den Schuhen einzudecken – und so den Lieferstopp zu umgehen. ... Für Europa hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das am Mittwoch unterbunden. Anbieter von Luxusprodukten können ihren Vertragshändlern jetzt verbieten, die Waren über eine Drittplattform wie Amazon zu verkaufen – um das Luxusimage der Waren sicherzustellen, so begründete der Gerichtshof sein Urteil. Zwischen April und Juli 2017 hatte Birkenstock den Online-Riesen mehrfach auf Anbieter Produktkopien hingewiesen. „Doch anstatt dem kriminellen Treiben von Marken- und Produktpiraten auf dem Marketplace konsequent ein Ende zu setzen, schaut Amazon weg oder wird nur auf unser Drängen hin aktiv“, empören sich die Firmenchefs. „Aus der Zusammenarbeit mit anderen Online-Händlern wissen wir, dass es technisch und organisatorisch möglich ist, derartigen Verstößen einen Riegel vorzuschieben – vorausgesetzt der Wille ist da.“ (bild.de)

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Jetzt fragen wir uns: Muss Amazon wirklich überprüfen, ob ein Schuh echt ist? Aber wer soll es denn prüfen, wenn nicht der Original-Hersteller, der ja das größte Interesse hat. Oder doch die Polizei? Nur -- wo kommen wir da hin? Dann verlangen die, bei denen eingebrochen wurde oder: werden könnte, dass vor ihrer Haustür ein Polizist steht.

Also -- kann Birkenstock nicht die Anbieter von Fälschungen verklagen, egal wo sie ihren Firmensitz haben? Oder eben ein Zertifikat entwickeln, das fälschungssicher ist. Oder eben doch: die Schuhe über das Interenet zertifizieren, so wie Computerprogramme.

Das mit dem Nicht-Beliefern ist auf der anderen Seite ok. Da muss jeder sehen, wo er bleibt.

Erinnert mich aber daran, dass Spanien auch mal Geld von Google News wollte. Gooogle, das mit seiner News-Seite angeblich kein Geld verdieht, hat schlichtweg in Spanien die Seite zugemacht, zum Schaden für die Zeitungen.

Das Streiflicht der SZ, heute

Notizbuch:

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Glosse ~ ||  (SZ) Manche Geheimdienste beschäftigen Tausende Agenten; das zahlt sich natürlich aus. So hat die CIA zehn Jahre lang immer wieder herausgefunden, dass der Vietnamkrieg praktisch schon gewonnen ist. 2003 gelang es den US-Spionen dank ihrer speziellen Fähigkeiten, im Irak Massenvernichtungswaffen festzustellen, die es gar nicht gibt. Die russischen Kollegen sind, durch die Erfahrung vieler Jahrzehnte, sogar in der Lage, Feinde und Verräter im eigenen Land zu identifizieren, die selber gar nicht wussten, dass sie Feinde und Verräter sind. Da können kleine Länder nicht mithalten. Die Schweiz scheiterte kürzlich mit dem Versuch, einen Maulwurf in der deutschen Steuerfahndung zu platzieren; das ist ohnehin nicht einfach für einen Staat, in dem Maulwurf "Schäärmuus" heißt und umwerben "scharwänzle", weil keiner der umscharwänzelten Schäärmuuse je begreifen wird, was diese Leute aus Bern eigentlich von ihm wollen. Diese Codewörter hat übrigens der deutsche Militärische Abschirmdienst entschlüsselt, dem es in einer abenteuerlichen Counter Insurgency-Operation gelang, sich eine Ausgabe der Aargauer Zeitung mit dem Beitrag "Von Rääbebabbe über Schmötzli bis zwängere - Leserinnen und Leser schicken Mundartwörter aus dem Aargau ein" zu beschaffen. (sueddeutsche.de, Abonnenten)

An die Spitze der Restaurant-Charts

Notizbuch. Reihe: Hoaxes und Witziges:

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7. Dezember 2017. Hoax auf Tripadvisor || Wie ein Brite seinen Schuppen an die Spitze der Restaurant-Charts mogelte || Er narrte die Seite Tripadvisor und hatte plötzlich das angesagteste Lokal Londons - das gar nicht existierte. Auf der Karte: lecker Rasierschaum an Ketchup. Von Cathrin Kahlweit, London -- Oobah Butler ist ein Hacker. Aber während Internet-Hacker in fremde Systeme einbrechen, mogelt sich der 26-Jährige mit Tricks durchs wirkliche Leben. "Life Hacks" heißt diese lustige Disziplin auf Englisch, und Butler, britischer Journalist, ist ein Meister darin. Auf kleinen Videos gibt er Anleitungen, wie man zu viert ein Buffet leer essen kann, aber nur einmal zahlt. Oder wie man sich - in einem Koffer - ins Kino tragen lässt, um kein Ticket kaufen zu müssen. Jetzt hat Butler den Life Hack auf die Spitze getrieben: Er hat ein Restaurant, das es gar nicht gab, auf der Touristikwebsite Tripadvisor zur Nummer eins der Restaurant-Empfehlungen für London gemacht. Und zum Schluss, als Krönung der Aktion, servierte er echten Gästen in einem Gartenschuppen Fertigmahlzeiten. Die waren begeistert. Der Glaube an das Internet und die Sehnsucht nach dem Einzigartigen machten es möglich. (sueddeutsche.de)

Die Wikipedia und ...

eine gutaussehende Politikerin.

Ich habe das eben im Wikipedia-Café zur Diskussion gestellt. (Dort auch mit Links.) Ich bin mal gespannt!

[ Nachtrag: Irgendwann werde ich auf Ashley Alexandra Dupré zurückommen müssen, die es in der englischen Wikipedia gibt. Mein Artikel, den ich in der deutschen Wikipedia geschrieben hatte, wurde ganz schnell und rückstandsfrei getilgt. Immer wieder zu beobachten: dieses Am deutschen Wesen soll die Welt genesen! bzw. Was andere machen, interessiert uns nicht! Das sollte auch mit herausgestellt werden. ]

Ich kämpfe seit einiger Zeit dafür, dass die Wikipedia realistischer werden soll. In diesem Sinne: Viele Dinge werden in der WP nicht an- und ausgesprochen, weil sie einem bildungsbürgerlichen Normbegriff zufolge als irrelevant oder einfach als Igitt! gelten. Daneben steht aber der Relevanzbegriff des normalen klatsch-, tratsch- und yellow-press-verliebten Volkes. (Wer legt eigentlich fest, ausgestattet mit welcher Legitimation, dass die Yellow-Press-Themen nicht Teil des Lebens und der Informationswelt sein dürfen?!) -- Im vorliegenden Fall: AS wird gerne mal, und ja doch zurecht, als eine besonders gutaussehende Politikerin herausgestellt. Ich plädiere also dafür, dass so etwas in diesem Artikel erwähnt wird. Bevor ich einen entsprechenden Satz formuliere, stelle ich diese Ansicht hier erst mal zur Diskussion. Bitte bei der Formulierung von Widerworten meine Eingangssätze nicht überlesen!

Jerusalem, capital of Israel?

Bei Anne Will gestern und in allen Zeitungen: "Wie stehen Sie zu dem, was oben in der Titelzeile gesagt ist?" Gegen Trump sind sie alle. Manche schicken das ihren Statements voraus. Aber dann hört man erstaunlich oft: Die De-facto-Nicht-Anerkennung Jerusalem ist Hauptstadt Israels, von den vergangenen US-Präsidenten beschlossen, aber nicht umgesetzt, hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gar nichts geführt. Vielleicht ergibt sich aus dem Schock jetzt, wenn erst mal die zu erwartende und obliatorische und damit abgenutzte Intifada-Welle wieder abgeklungen ist, ein neuer politischer Ansatz für eine Friedenslösung.

Die Leser-Kommentatoren in der ZEIT, beispielsweise hier, urteilen natürlich unterschiedlich. Doch auch hier findet man erstaunlich viele Einlassungen mit Palästinenser-kritischen Tönen. Richtung hier: Ein IPhone auf dem Bild, in den Händen einer jungen schreienden Palästinenserin. Aber natürlich gegen die USA schreien. Lange Diskussion: Ist das überhaupt ein Iphone? Dann: Ja, doch. Ist es. Die Meinung bildet sich langsam: Die Palästinenser, wie die Araber überhaupt, sind USA-kritisch, aber übernehmen alles, was als Moden aus den USA kommt.

Weiter viele Meinungen dieser Art: Die Palästinenser sollten erst mal -- wie die Israelis -- was leisten in der Welt von heute, anstatt nur immer rumzujammern und von den internationalen Hilfsgeldern zu leben. Wo seien beispielsweise die Felder, die die Palästinenser durch Tröpfchen-Bewässerung der Wüste abtrotzten, wo die palästiensischen High-Tech-Unternehmen, die die Welt mit Ideen versorgen?

Oder sehe ich das mit den Kommentaren falsch? Weil ich da meine eigene Meinung gespiegelt sehe?

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Psychologinnen

"Psychologin warnt: Weihnachtsmusik kann krank machen!" 3. Dezember 2017. 13:00 Alina Nöth (noizz.de)

Das Christkind warnt: "Psychologinnen können sehr, sehr krank machen! Machen Sie besser einen Bogen um deren Praxen!" (krankmachende-psychologen.de)

Die SPD: Wohin soll sie sich wenden?

Rüber gezogen, wieder einmal, aus den ZEIT-Kommentaren.

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BDLB #129 Tja, ich finde, nachdem ich mich durch 128 Kommentare durchgelesen habe, dass hier vieles und vor allem das Wichtige auf den Punkt gebracht wird: 1. Die SPD weiter nach links rücken geht so recht nicht, weil da schon die Linke ist. 2. Viele Probleme, die die Bürger umtreiben, hat ratzfatz die AfD okkupiert. Die sogenannten „Abgehängten“ sehen inzwischen in der AfD das Original, dem die Kopien der anderen Parteien hinterher laufen. 3. Es gibt etwas ganz Vages und Dubioses, das man immer mit Zeitgeist, Trend oder Mode zu erfassen sucht. Die Parteien merken es – hier geht es nicht nur um die SPD – immer erst wenn es zu spät ist: Sie sind einfach plötzlich nicht mehr trendy und modern.

Ja, wir bräuchten mehr soziale Gerechtigkeit. Viele Dinge lassen sich auch einfach fassen. Wer Vollzeit arbeitet, muss, egal was er tut, von seiner Arbeit auskömmlich leben können. Wer Kinder hat, muss einen entsprechenden Mehrwert bekommen, der seine Kosten und Leistungen einigermaßen ausgleicht. Wenn jemand alt wird und in Rente geht, muss er, natürlich auch sie, von der Rente leben können. Wenn jemand pflegebedürftig wird, dann sollte er nicht in ein Altenheim geschoben werden, das aus Rumpelkammern besteht, verwaltet von überforderten Pflegerinnen und Pflegern. Und, weil der Sinn für Gerechtigkeit auch immer auf den Kontrast sieht: Der obere Teil der Gesellschaft darf sich nicht einfach auf Kosten des anderen Teils mehr oder weniger selbstverständlich und also schamlos bereichern.  #129.1 ... – So, und jetzt fragen wir uns, welche der Parteien diese doch sehr schlichten Forderungen auch tatsächlich umsetzen kann, umsetzen wird.

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Das steht dann, bereinigt von Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, und später noch ein wenig ergänzt, hier. Also HIER.

"Macht und Größenwahn"

Notizbuch:

Es geht um Macht und Größenwahn Seite 7 — Dirty young men || Auch Jeff Vespa wusste es. Schon vor etwa fünf Jahren erfuhr er, dass Harvey Weinstein Rose McGowan vergewaltigt hatte. "Und dennoch habe ich weiter für ihn gearbeitet. Seit dem Tag fühle ich mich wie ein Stück Scheiße", sagt Vespa. Schon zuvor hatte Vespa auf dem Filmfest in Cannes gesehen, wie eine Frau mit Harvey Weinstein Oralverkehr hatte. Die französische Schauspielerin Judith Godrèche erzählte ihm, Weinstein habe sie sexuell belästigt. "Es gibt so viele von diesen Vorfällen", sagt Vespa. (zeit.de)

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Ohne Sympathie, denn um die geht es wirklich nicht, sehe ich auf die zunehmende Zahl der Täter, und denke, dass ein Aspekt kaum jemals wirklich zur Sprache gebracht und vollständig gewürdigt wird: Sexualität hat etwas Instinkt, Macht, Machtausübung und, ja auch: Sucht zu tun. Und während jedem Junkie in dieser Gesellschaft viel Verständnis entgegengebracht wird – es geht ja schließlich um so etwas wie eine Krankheit –, werden diese Täter für nicht-süchtige Kriminelle gehalten. Wir hätten vielleicht viel gewonnen, wenn wir Weinstein und Levine zumindest versuchsweise einmal als mächtige Kranke ansehen würden. Dann ließe sich auch das Verdienst und die Fähigkeit viel leichter von den Untaten trennen; denn natürlich kann ein Alkoholiker ein großer Künstler oder ein fantastischer Organisator sein.

James Levine. Etc.


"James Levine. Met suspendiert Stardirigenten nach Missbrauchsvorwürfen | Die New Yorker Metropolitan Opera hat die Zusammenarbeit mit ihrem Dirigenten ausgesetzt. Gegen Levine wird wegen einer Reihe von Missbrauchsvorwürfen ermittelt. 4. Dezember 2017, 4:38 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AP, ces | 212 Kommentare

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Mein Kommentar eben:

Also, ich kann mir nicht helfen: In dieser neuesten Sexismus-Debatte verbirgt sich eine riesengroße Ungereimtheit! Diese Ungereimtheit geht so: Da ist auf der einen Seite – das sehr sinnvolle – angehen gegen Übergriffe, und auf der anderen Seite wird mit keinem Wort zum Thema gemacht, in welch übersexualisierter Gesellschaft wir leben. Aus einer Zeit in den 1960 er Jahren, in der die Gesellschaft prüde und verklemmt war, sind wir in die große Offenheit übergegangen. Unter Erwachsenen, Männlein und Weiblein, in welcher Zahl und Mischung auch immer, ist, zumindest angeblich, alles erlaubt und Sex wird zu einer wollüstigen Sportart; und in diesem weiten Dschungel der Pansexualität gibt es der allgemeinen Auffassung nach nur noch zwei Zonen die es auf jeden Fall zu meiden gilt: den Sex mit Kindern und die Übergriffikeit der Mächtigen. (Wobei in den meisten Fällen eben die Männer die Mächtigen sind und die Frauen die Ohnmächtigen.) Was ich mich aber frage: Hat nicht vielleicht der Dschungel ringsum doch etwas mit diesen beiden Exklaven zu tun?

Die Sache mit der Demokratie 2

Die Diskussion im Wikipedia-Café hat sich prächtig entwickelt. (Später im Archiv.)

Hier, herausgegriffen, die vorläufigen Einlassungen am Ende: Mister Burns gegen mich, und ich gegen Mister Burns.

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Die Revolution wird irgendwann kommen, davon bin ich überzeugt. Und ob und wann sie kommen wird, wird auch nicht von Intellektuellen wie uns abhängen. Sie wird kommen, weil der Kapitalismus nachhaltig nicht funktionieren kann (unbeschränktes Wachstum bei beschränkten Ressourcen usw.), andererseits die Kapitalisten auf Kosten der Arbeiterklasse versuchen werden, den Kapitalismus möglichst lang zu erhalten. Und das wird ihnen auch bis zur Revolution gelingen, weil sie eben die herrschende Klasse sind. Irgendwann wird es den Arbeitern so schlecht gehen, dass ihnen reicht und sie werden dagegen rebellieren. Ich denke die Aufgabe der Intellektuellen ist es, in dieser Phase die Arbeiter in die richtige Richtung zu lenken (nicht mit Zwang, sondern mit Propaganda). Natürlich wird es auch viele Gegner geben, es gibt keine Revolution ohne Konterrevolution. Aber die gab es auch bei der Oktoberrevolution, die ja kurzfristig erfolgreich war, auch wenn sie langfristig leider zum Stalinismus geführt hat. Ich hab auch nie behauptet, dass die Revolution automatisch erfolgreich sein wird. Aber es wird wichtig sein, dass man auf die Konterrevolution richtig reagiert (entschlossen und hart gegen die Konterrevolutionäre, aber nicht überzogen, vor Allem sollte man die demokratischen Strukturen in der Arbeiterschaft und der revolutionären Partei nicht aussetzen, um eine Neuauflage des Stalinismus zu verhindern). --MrBurns 19:01, 6. Dez. 2017 Ausgebaut --MrBurns 19:15, 6. Dez. 2017


@MrBurns "Die Revolution wird irgendwann kommen, davon bin ich überzeugt." Ich habe den Beitrag tatsächlich mit einem Onkel, der bei mir die Rolle des Gewährsmanns für 1968er-Fragen spielt, durchgesprochen. Zuerst einmal hat mein Onkel herzlich gelacht, dann hat er gemeint: Das sei eine Meinung, die er heute nicht mehr für möglich gehalten habe. 1968-1972 sei das natürlich an jeder Ecke zu hören gewesen. Er, der ewige Liberale, habe damals schon versucht, dagegen anzuargumentieren; aber die Zeit sei für seine Vernunft einfach nicht gemacht gewesen. Immerhin habe es sich doch aber gezeigt, dass 1. „das Volk“, das ja doch immer eine gewisse Rolle spiele, bei diesen Revolutionsfantasien schlichtweg nicht mitmache, und dass die ewige Hoffnung es gäbe irgendwann doch den „endgültig guten Sozialismus, den idealen Endzeit-Kommunismus gar“ – diese Hoffnung würden echte Utopisten natürlich immer haben; wenn aber irgend etwas sich in der Geschichte erwiesen habe, dann: dass die großen Revolutionäre zugleich die großen Diktatoren und Mörder seien. Man nenne ihm, sagt mein Onkel, eine Revolution – eine echte, große Revolution, die nicht entweder im Chaos oder in der Diktatur geendet habe. Und, das sei eine eherne Regel: man dürfe nur das Reale mit dem Realen und das Ideale mit dem Idealen vergleichen. Einen idealen Kapitalismus, so aus der Fantasie heraus, den könne man natürlich ebenfalls entwerfen. Da würde dann viel von der Freiheit des einzelnen, von Selbstverwirklichung und von der Freiheit der Argumentation, mit der sich andere überzeugen lassen, die Rede sein. Denn wenn wir unterm Strich ehrlich sind: Bei aller Kritik, im Wettstreit der großen Systeme: menschlicher war den vergangenen 100 Jahren der Kapitalismus, in dem es Meinungs- und Pressefreiheit gegeben hat. 12:21, 7. Dez. 2017

Dienstag, 5. Dezember 2017

Bitcoin-Elektrizität

Notizbuch:

Bitcoin ist mal wieder in aller Munde. Das Folgende eher weniger. Dabei gehört es auch zur "Vergesellschaftung der Verluste", wie sonst bei den 'normalen' Banken auch:

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Eine Bitcoin-Transaktion verbraucht mehr Strom als ein Einpersonenhaushalt im Monat || 03.11.2017, 14.06 Uhr || Das Bitcoin-Hoch erfreut Anleger, führt aber auch zu einem gesteigerten Energieverbrauch. Tatsächlich verbrauchen Bitcoin-Miner mittlerweile mehr Strom als viele Nationen dieser Erde. Der Bitcoin-Hype und die Folgen für die Umwelt Am gestrigen Donnerstag, den 2. November 2017 hat Bitcoin erstmals den Wert von 7.000 US-Dollar erreicht. Das erfreut Investoren, aber auch die Miner, welche die Kryptowährung durch die Lösung komplexer mathematischer Formeln auf ihren Computern schöpfen. Denn: Je höher der Wert, desto ertragreicher ist das Mining. Dafür wird jedoch eine ganze Menge Rechenkapazität benötigt, was wiederum durch einen hohen Stromverbrauch bezahlt wird. Nach Schätzungen von Alex de Vries beläuft sich der Stromverbrauch für Bitcoin-Mining weltweit auf mittlerweile 24,52 Terawattstunden jährlich. Das entspricht in etwa dem jährlichen Energiebedarf von Nigeria, einem Land mit mehr als 185 Millionen Einwohnern. Um nicht ganz so weit in die Ferne zu schweifen: Der durch Bitcoin-Mining verbrauchte Strom würde ausreichen, um fast 22 Prozent des gesamten jährlichen Energiebedarfs der Niederlande zu decken. (t3n.de)

Die Sache mit der Demokratie 1

Mal im Wikipedia-Café eingeworfen:

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Aus meiner Reihe: Über die allmähliche Verfertigung der Überzeugungen beim dialogischen Schreiben. || Vorweg: In der Wikipedia sind natürlich die Leuchten der Gegenwart versammelt. Also: Die Wikipedia-Schreiber und insbesondere die Besucher dieses Cafés nehme ich von meinen Überlegungen hier selbstverständlich ausdrücklich aus. -- Dann stelle ich die Frage: Ist die westliche One-Man-One-Vote-Repräsentativ-Demokratie der Weisheit letzter Schluss? Die zwei großen und komplex-langen Stichworte vorweg, durch die ich auf diese Frage gekommen bin:


"Im Gegensatz zu allen anderen deutschen Fußballvereinen räumt RB Leipzig seinen Anhängern keine offizielle Möglichkeit ein, stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Nach Angaben des damaligen Geschäftsführers Ulrich Wolter strebe RB Leipzig nicht die hohen Mitgliederzahlen anderer Klubs an. Laut Wolter seien Vereine, in denen Fans aus der Ultra-Szene Strukturen geschaffen haben, nicht im Sinne des deutschen Fußballs, und man wolle sich solchen Zuständen absolut entziehen." (Wikipedia)

Vorher hatte ich eine Zeitungmeldung gelesen:



"Fußball, Bundesliga: Klubpräsident Klaus Hofmann von Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat kräftig gegen den Vizemeister RB Leipzig gewettert. "Leipzig darf keine Lizenz bekommen. Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein", sagte Hofmann, 50, auf der Mitgliederversammlung des FCA am Montagabend." (rp-online.de) 11:46, 5. Dez. 2017


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Der Weisheit letzter Schuss, wie immer der auch aussehen mag, wird von einer anderen Spezies als dem homo sapiens kommen.--Kmhkmh 11:56, 5. Dez. 2017

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Schön gesagt! -- Nachtrag. (Wollte ich schon immer mal schriftlich haben! Also eben verschriftlicht.) Volker Pispers, der meines Wissens Chez Henri inzwischen nicht mehr bringt, wegen, wie er meint, Beifalls von der falschen Seite:


(Mit französischem Akzent zu lesen) "'Ich bin Faschist. Ich steh dazu. Für mich ist der Faschismus zunächst einmal antidemokratisch. Oui, je suis anti-democrate. Ich habe keine Lust, mein Leben von Mehrheitsentscheidungen abhängig zu machen. Sie doch auch nicht, Monsieur! Wenn sie ehrlich sind. Hm? Monsieur! Sind Sie wirklich der Meinung, dass jemand, der zu blöd ist für die Auptschulabschluss, dass der die gleiche Stimmrecht haben soll ich Sie?! Das können Sie Ihrem Friseur erzählen, Monsieur! Das hat schon ihre alter Schiller geschrieben: „Die Mehrheit ist Unsinn. Vernunft ist nur bei wenigen zu suchen.“* Vox populi, vox Rindvieh. Ich bitte Sie! Zeigen Sie mir eine Bereich – zeigen Sie mir eine Bereich in Ihre zentrale demokratische Alltag, wo Sie nach dem Mehrheitsprinzip entscheiden! Wo machen Sie das mit dem Mehrheitsentscheidungen, he? In die Familie? Üben Sie das da mit die Kinder? Mehrheitsentscheidung? Ertragen Sie das, wenn Sie in die Minderheit sind? Oder aben die deutschen Familien deshalb nur eine Kind, damit das funktioniert mit die Demokratie? Wo machen Sie das mit die Mehrheitsentscheidungen? In die Schule? Bei Ihnen an die Arbeitsplatz? Oder irgendwo? Mehrheitsentscheidungen? Wir sind doch nicht blöd! Wählen dürfen Sie. Ah, oui. Alle 4 Jahre. Sie dürfen die Demokratie zu Kreuze kriechen. Wahlen ändern nichts. Sonst wären sie verboten.'" (Youtube, ab Minute 7:20).

* "Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet." (Schiller, Der Reichstag zu Krakau)

12:25, 5. Dez. 2017

Wie wird, hier und sonst, 'ganze' verwendet?

Aus den ZEIT-Kommentaren:

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Was rein Sprachliches:

"Ganze 42 Jahre lang war Glaser Mitglied der CDU, lange war er Stadtkämmerer in Frankfurt am Main."

Wie wird, hier und sonst, 'ganze' verwendet? Die traditionelle Verwendung war jedenfalls: 'gegen die Erwartung wenig'. Ungefähr so: "Als er 1970 starb, waren von seinen einstigen Millionen noch ganze 300 Mark übrig." Es ist zu beobachten, dass heute dieses 'ganze' ins Gegenteil verkehrt wird: sehr viel oder, hier: sehr lange. Nun kann man gegen den Sprachwandel, so er denn Erfolg hat, einfach nichts machen. Aber gut beobachten kann man ihn immerhin. Ansonsten gilt natürlich die alte Duden-Weisheit: aus 'fälschlich oft' wird peu à peu 'heute auch schon'.

Sonntag, 3. Dezember 2017

"Daimler leiht sich einen Tesla ..."

Kann sich die Weltfirma Mercedes-Benz eigentlich keinen Tesla leisten, um ihn dann auf Testfahrten zu prüfen und zum Zweck des besseren Abkupferns in aller Gemütlichkeit auseinanderzulegen? Muss sich eine solche Weltmarke wirklich ein Auto bei Privatleuten über den Autoverleiher Sixt holen, um das Auto dann zu Schrott zu fahren? Fazit: Die deutschen Edelmarken waren auch schon mal besser und größer als heute.

Diesen Bericht, hier aus der ZEIT, dessen Vorlage ich im SPIEGEL gelesen habe, ausführlicher.

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Elektroauto

Daimler leiht sich einen Tesla – und bringt ihn beschädigt zurück

Um die Konkurrenz von Tesla zu testen, hat sich Daimler offenbar einen Mietwagen der Marke besorgt. Das Problem: Laut einem Bericht kam das E-Auto ramponiert zurück.

3. Dezember 2017, 14:58 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE

Der Daimler-Konzern hat sich laut einem Bericht des Spiegel heimlich ein Elektroauto von Tesla zum Testen ausgeliehen. Doch die Ingenieure des Unternehmens gaben den Wagen demnach in einem Zustand zurück, der kaum einen Zweifel daran lassen kann, dass sie ihn auf Teststrecken beschädigt haben. Das Auto, ein 200.000 Euro teurer Tesla X, gehört laut dem Bericht einem Ehepaar aus Bayern, das nun seinen Schaden – rund 15.000 Euro – erstattet haben will.

Die beiden vermieten drei Tesla als Nebenerwerb. Der Spiegel berichtet, sie hätten im Sommer Kontakt mit Sixt gehabt. Der große Vermieter trat offenbar als Zwischenhändler auf und gab das Fahrzeug dem Bericht zufolge weiter. Besitzer Manfred van Rinsum könne das auch belegen, schreibt das Magazin, er habe die Positionsdaten des Autos live verfolgen können.

Demnach wurde der Wagen auf einer Teststrecke bei Barcelona in Spanien gefahren, offenbar um die Belastbarkeit des Elektroautos bei hohen Temperaturen zu testen. Auch auf einer Teststrecke des Mercedes-Werkes in Sindelfingen habe sich das Auto laut seinen Positionsdaten befunden. Van Rinsum habe anhand dieser sogar nachvollziehen können, dass der Tesla dort über eine Rüttelstrecke, eine Schlechtwegstrecke und einen Steigungshügel gefahren worden sei, heißt es in dem Bericht.
Mit Klebeband wieder zusammengeklebt

Ein weiteres Indiz, über das der Spiegel berichtet: Als das Ehepaar seinen Wagen zurückbekam, habe im Handschuhfach ein Zettel gelegen mit der Aufschrift: "Sie parken falsch." Der Zettel stammte demnach aus dem Mercedes Benz Technology Center in Sindelfingen. Möglicherweise wurde er in dieser Zeit auch auseinandergeschraubt, zumindest halten das die Besitzer für möglich.

Bachmannpreisträger Ferdinand Schmalz

Notizbuch:

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LI­TE­RA­TUR­KRI­TIK | Fett! | Der Bachmannpreisträger Ferdinand Schmalz veröffentlicht sein erstes Buch: gesammelte Theatergrotesken. || Fer­di­nand Schmalz, 32, heißt ei­gent­lich Mat­thi­as Schwei­ger. Was auch ein schö­ner Name wäre für ei­nen Wort­spie­ler wie ihn. Aber Schmalz, ein jun­ger Mann mit Wanst und Wal­ross­bart, mag die fet­ten Me­ta­phern. | Drei­mal war Schmalz schon no­mi­niert für den Mül­hei­mer Dra­ma­ti­ker­preis, im Jahr 2014 ha­ben Thea­ter­kri­ti­ker ihn zum Nach­wuchs­au­tor des Jah­res ge­wählt, aber so rich­tig be­kannt wur­de er erst in die­sem Som­mer. Mit sei­nem ers­ten Pro­sa­text, der Gro­tes­ke „mein lieb­lings­tier heißt win­ter“, ge­wann er das Wett­le­sen um den In­ge­borg-Bach­mann-Preis. Zur­zeit ar­bei­tet Schmalz dar­an, die mor­bi­de Schau­er­ge­schich­te zu ei­nem Ro­man fort­zu­schrei­ben, An­fang 2019 soll er bei S. Fi­scher er­schei­nen. Fürs Ers­te hat der Ver­lag so­eben „leib­stü­cke“ ver­öf­fent­licht, eine Samm­lung sei­ner Thea­ter­tex­te, ge­schrie­ben in Klein­buch­sta­ben. ... | Tobias Becker (magazin.spiegel.de)

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16:15 Uhr: es fällt mir auf und ein, dass die Lust an der Schahrade und am Klamauk bei den Österreichern vielleicht besonders ausgeprägt ist. Da ist nicht nur der Mann mit dem Pseudonym Ferdinand Schmalz, sondern auch diesem Mann-Lady mit dem schönen Namen Conchita Wurst. Es ist wohl so das nicht nur ich solches Gebaren als wahrscheinlich zeitgemäß, aber auch unglaublich nervig empfinde. Natürlich hat es manchmal was, sich zum Affen zu machen, aber so recht als große Kunst will mir das nicht erscheinen. Auf der anderen Seite natürlich – Kleinkunst kann sehr unterhaltsam sein. Man vergleiche nur die Känguru-Chroniken. Allerdings ist da auch weit und breit kein Bachmann-Preis zu sehen.

Donnerstag, 30. November 2017

Literarische Skizze

Der später weltberühmte Schriftsteller Carlos Saiuma Marcos, der den Roman ›Drei der vier Schenkel‹ schrieb, sagte als junger Mann: „Ich werde einmal ein berühmter Schriftsteller werden! Die ganze Welt wird mich kennen.“ Dass Saiuma Marcos das gesagt hat, wissen wir von seinem Jugendfreund, dem italienischen Pianisten und Filmkomponisten Federico Falconi.

Mittwoch, 29. November 2017

Fans aus der Ultra-Szene

Was sagt man denn dazu? Das war mir gar nicht klar!

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Fußball, Bundesliga: Klubpräsident Klaus Hofmann von Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat kräftig gegen den Vizemeister RB Leipzig gewettert. "Leipzig darf keine Lizenz bekommen. Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein", sagte Hofmann, 50, auf der Mitgliederversammlung des FCA am Montagabend. | Hofmann kündigte an, in einer Art Selbstversuch Mitglied bei den Leipzigern werden zu wollen. "Das probiere ich aus! Schauen wir mal, was passiert", sagte Hofmann und ergänzte süffisant: "Das sollte doch möglich sein, schließlich erfüllt doch Leipzig die offiziellen Fakten bei der Lizenzierung. Regeln sind für alle gleich und nicht für einen gleicher!" (Irgendwo, vielleicht hier.)

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Die Wikipedia fasst das so:

Verein und Mitgliedschaft

Der eingetragene Verein wird durch den Vorstand vertreten. Dieser besteht aus dem Vorsitzenden Oliver Mintzlaff, Ulrich Wolter und Johann Plenge. Dem e. V. gehören die Jugendmannschaften von der U8 bis zur U14 sowie alle Mädchen-Mannschaften an. | Im Gegensatz zu allen anderen deutschen Fußballvereinen räumt RB Leipzig seinen Anhängern keine offizielle Möglichkeit ein, stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Nach Angaben des damaligen Geschäftsführers Ulrich Wolter strebe RB Leipzig nicht die hohen Mitgliederzahlen anderer Klubs an. Laut Wolter seien Vereine, in denen Fans aus der Ultra-Szene Strukturen geschaffen haben, nicht im Sinne des deutschen Fußballs, und man wolle sich solchen Zuständen absolut entziehen. So hatte der Verein nach übereinstimmenden Medienberichten in den ersten fünf Jahren seiner Vereinsgeschichte weniger als zehn ordentliche Mitglieder. Für die Gründung eines eingetragenen Vereins (e. V.) sind gemäß § 56 BGB mindestens sieben Mitglieder nötig. Im Rahmen der Lizenzvergabe für die 2. Fußball-Bundesliga erteilte die DFL dem Verein mehrere Auflagen, unter anderem die Neustrukturierung der Führungsebene. Im Zuge dessen eröffnete RB Leipzig auch erstmals die Möglichkeit, offizielles Fördermitglied zu werden. Der Jahresbeitrag liegt zwischen 70 und 1000 Euro und dient der Förderung des Nachwuchsbereichs. Im Gegenzug erhalten die Fördermitglieder bestimmte Privilegien wie Karten-Vorkaufsrecht, ein Treffen mit der Mannschaft und ein Fitnesstraining in der Red Bull Arena. Ein Stimmrecht haben die Fördermitglieder jedoch nicht, da diese keine Mitglieder im Sinne des BGB sind und folglich nicht im Organ der Mitgliederversammlung (§ 32 BGB) sitzen. Im Zuge der Diskussion über den möglichen Neubau eines größeren Stadions äußerte der Vorstand Oliver Mintzlaff im März 2016, dass RB Leipzig 17 stimmberechtigte Mitglieder und ca. 300 weitere Fördermitglieder habe.

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Ok, da denke ich jetzt noch ein wenig drüber nach! Irgendwie kann ich die Leipziger aber schon jetzt verstehen.

Dienstag, 28. November 2017

Politik, dein Name ist: Hirnriss

Soeben aufgeschnappt:

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28. November 2017, 12:00 Uhr Ringen Iranischer Ringer muss absichtlich verlieren | Ringer Ali-Resa Karimi (rechts) musste aus politischen Gründen bereits im Achtelfinale verlieren. || Der iranische Ringer Ali-Resa Karimi musste aus politischen Gründen sein Achtelfinale bei der U23-Ringer-WM verlieren. Er hätte sonst auf einen Ringer aus Israel treffen können. Die strikten Boykott-Maßnahmen seines Landes finden damit eine Fortsetzung. Karimi beharrt indes auf einer Entschädigung. | Bei der U23-Ringer-WM in Polen hat es erneut einen Eklat um die iranische Boykott-Politik gegen israelische Sportler gegeben. Der Freistil-Ringer Ali-Resa Karimi, einer der Favoriten auf die Goldmedaille, musste auf Anweisung seiner Trainer im Achtelfinale verlieren, weil er sonst in der nächsten Runde gegen einen israelischen Gegner hätte antreten müssen. "Ich hatte so hart trainiert und so fest an den WM-Titel geglaubt. Dann aber kamen die Anweisungen und es war wie ein Eimer kaltes Wasser auf all meine Träume", sagte Karimi der Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag. (sueddeutsche.de)

Montag, 27. November 2017

"Ärzte laufen Sturm ..."

Wie beweglich sie doch ist, unsere Sprache! Und unsere Vernunft noch dazu. Da lese ich gerade im SPIEGEL die folgenden Zeilen:

SPD-Forderung an GroKo | Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung || Was könnte die SPD in einer neuen Großen Koalition durchsetzen? Gesundheitsexperte Karl Lauterbach pocht auf die Abschaffung der privaten Krankenversicherung - und erntet den wütenden Protest der Ärztelobby. || Mit heftigen Protesten haben Ärzteverbände auf SPD-Forderungen nach einer Bürgerversicherung reagiert. "Wer die Bürgerversicherung will, der startet den Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin", sagte Bundesärztekammer-Präsident Frank-Ulrich Montgomery.

War es bisher nicht so, dass man die privaten Krankenversicherungen als ein Symbol, nein: als eine klare Ursache für die Zweiklassenmedizin in Deutschland angesehen hat? Natürlich kann man sich denken, wie Frank-Ulrich Montgomery argumentieren wird. Da wird es also lauter angeblich Gleiche durch Gleichmacherei geben. Und dann werden die, die wirklich Geld haben, sich ihre Ärzte suchen, die allerbesten Ärzte natürlich, die sie dann wirklich privat bezahlen. Die Frage ist nur, ob dieses Argument in den konkreten Zusammenhängen wirklich trägt.

Das ist ein interessantes Spiel, wenn es darum geht, die eigenen vor Annahmen zu prüfen. In diesem Fall liege ich, wie ich finde, goldrichtig. Der Text geht nehme ich auf diese Weise weiter:

Einheitssysteme wie in den Niederlanden oder Großbritannien führten zu Rationierung, Wartezeiten und Begrenzungen der Leistungskataloge, so Montgomery. Diejenigen, die es sich leisten könnten, sicherten sich dort einen exklusiven Zugang zur Spitzenmedizin als Selbstzahler oder durch teure Zusatzversicherungen. | Die Existenz der privaten Krankenversicherung sorge für Innovationen bei Diagnostik und Therapie und setze damit die Krankenkassen unter Zugzwang, sagte Montgomery weiter. Privat Versicherte ermöglichten mit ihrem kostendeckenden Finanzierungsbeitrag zudem eine hochwertige medizinische Ausstattung von Krankenhäusern und Praxen. | Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnte, eine Bürgerversicherung löse kein einziges Problem in der gesetzlichen Krankenversicherung. Kritisch äußerten sich auch der Hartmannbund und der Hausärzteverband.

Worum geht es wirklich? Ich denke niemand, nicht einmal Herr Doktor Montgomery, wird widersprechen, wenn ich sage, dass es hier ganz schlicht um Interessen geht. Dass damit vielleicht noch nicht alles gesagt ist, sollte man gleich eingestehen. Denn natürlich ist es tatsächlich so, dass der Blick in andere Länder, die eine einheitliche Versicherungsstrategie fahren, vielleicht zeigt, dass es ganz grundsätzlich schwierig ist die Gleichheit unter den Menschen herzustellen. Das gilt nicht nur im Gesundheitswesen, aber da eben auch und besonders.

Sonntag, 26. November 2017

Michelle Pfeiffer

Michelle Pfeiffer in diesem Blog ]

Pfeiffer: Von der Supermarktkassa zum Star

Elisabeth Sereda


Die zeitlose Beauty Michelle Pfeiffer (59) ist zwar schon in Los Angeles geboren und aufgewachsen – aber im Stadtteil Santa Anna, der kaum weiter vom glamourösen Mekka des Films entfernt sein könnte.

Ihre Mutter war Hausfrau, ihr Vater verkaufte Klimaanlagen. Auch Pfeiffers erster Job fand fernab von irgendeinem Red Carpet statt – als Supermarktkassiererin.

Nun spielt sie im US-Remake des Agatha Christie-Klassikers "Mord im Orient Express" (von 1974) die "Mrs. Hubbard", die damals Lauren Bacall verkörperte.

KURIER: Der Film hat wie das Original nur große Stars. Wer hat Sie am meisten beeindruckt?

Michelle Pfeiffer: Judi Dench natürlich! Sie ist unglaublich witzig, warmherzig und charmant. Ich war immer ganz hingerissen von ihrem Talent, aber jetzt bin ich es auch von ihrer Persönlichkeit.

Stimmt es, dass Sie gerne auf all den Ruhm durch die Schauspielerei verzichten würden?

Ich habe es so formuliert: Das Schauspielen mache ich gratis, aber für die Publicity verlange ich viel Geld. Dieser Beruf ist weder normal noch gut für die menschliche Psyche. Zuerst lebst du im Fantasyland, und dann wirst du genau dafür kritisiert, verfolgt, falsch zitiert und heruntergemacht. Deine Kinder werden vor der Schule von den Paparazzi abgepasst. Dafür ist eine gute Gage noch die geringste Entschädigung.

Sind Sie als Schauspielerin sehr detailversessen?

Ich bin entsetzlich detailorientiert – oder sagen wir pedantisch! Heute früh etwa stand ich vorm Spiegel und war felsenfest davon überzeugt, dass meine Haare auf der einen Seite länger sind als auf der anderen. Kein Wunder also, dass mein Spitzname Prinzessin auf der Erbse ist.

Sie sind seit 24 Jahren verheiratet (mit dem Produzenten David E. Kelley) – was ist das Geheimnis?

Respekt. Wir haben ganz großen Respekt füreinander. Und wir gestatten einander gegenseitig unsere Marotten. Ich kriege ihn nirgendwo hin auf Urlaub, wenn er nicht fischen kann. Ich brauche wiederrum meine einsamen Momente, wo mich keiner anquatscht. Das Geheimnis sind Respekt – und verdammt viel Glück!

Glück und Glas ...

Das eine Liebe "zerbricht" ist eine gängige Formel. Ist diese Formel denn auch die richtige Beschreibung der jeweiligen Sachverhalte? Die BUNTE glaubt offenbar daran.

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Warum zerbrach das Liebes-Glück von Judith Rakers und Andreas Pfaff? Im September sah man den smarten Banker mit einer Runde von Freunden in Hamburgs Szene-Lokal „Zwick“ im angesagten Viertel Pöseldorf feiern. Mit dabei: eine attraktive brünette Frau. Apartes Gesicht, halblanges Haar, Anfang bis Mitte 30. Eine Woche später steht er wieder am Tresen. Mit dabei: die hübsche Brünette. Beide amüsieren sich, sie trinken Bier und Weißwein auf Eis. Jeder im Lokal kann beobachten, wie vertraut sie sind: „Die beiden hielten immer mal wieder Händchen und küssten sich“, berichtet ein Gast, der die Szene beobachtete, BUNTE.

Nur einen Tag später sah man Pfaff und die schöne Brünette zur Mittagszeit an der Außenalster in der Höhe des beliebten In-Treffs „Alstercliff“ spazieren gehen. Er hatte eine Basecap auf dem Kopf und den Arm um sie gelegt. Von Judith Rakers fehlte jede Spur. Sie war – wie so oft – wieder beruflich unterwegs.

Die ganze Geschichte lest ihr in BUNTE 43/2017.

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Werbung, die nervt

Wichtig: Die Überschrift besagt zugleich, dass es Werbung gibt, die einem nicht auf die Nerven geht.

Was folgt daraus? Die sogenannten „Werbetreibenden“ müssten sich doch nur darum bemühen, Werbespots zu drehen oder Werbeanzeigen zu schalten, die einem nicht auf die Nerven gehen. Oder noch besser: die so interessant sind, dass man sie nachgerade sucht und immer wieder gerne ansieht.

Und jetzt warte ich auf folgende weitere Umdrehung der Schraube: Man kann bei den Werbeblockern  wie AdblockPlus* einstellen, dass Seiten, die als Erstes verlangen: „Bitte schalten Sie Ihren Werbeblocker aus!“ von der Suche mit Google ausgeschlossen werden. Dann will ich mal sehen, diese Aufforderungen immer noch kommen!

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* Wobei ich die Kritik, dass hier eine Privatfirma viel Macht ausübt, durchaus akzeptiere. Es wäre vielleicht doch an Google, als inzwischen supranationaler, mächtiger Instanz, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Dann wäre auch Werbung und Suche kurzgeschlossen. Wie ich schon sehr oft gesagt habe: Von Google lernen heißt siegen lernen! Heißt: Google hat es geschafft, mit seiner Werbung den Benutzern eben nicht auf die Nerven zu gehen. Dezent bleiben ist in diesem Bereich alles. Warum ist das nur so schwer nachzuvollziehen?

Freitag, 24. November 2017

Bernd Rabehl

Anfrage im Wikipedia-Café:

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Hinführung: ich habe heute Morgen in der Süddeutschen Zeitung ein Interview mit Gretchen Dutschke gelesen. Sie wies zwischendurch daraufhin, dass Bernd Rabehl ja rechts geworden sei. Das wusste ich nicht; so sehr interessieren mich die 1968er nun auch wieder nicht. Dann habe ich doch noch ein wenig nachgelesen und nachgedacht. Von Horst Mahler ist bekannt, dass er ein Rechtsradikaler geworden ist. Jetzt also auch Bernd Rabehl. Unser Wikipedia-Artikel vermerkt:

"In einem Interview mit der NPD-Zeitung Deutsche Stimme vom März 2005 sagte Bernd Rabehl zu der Kritik, dass er sich, ähnlich wie Horst Mahler, von einem linksradikalen Kritiker der Bundesrepublik zu einem rechtsradikalen Opponenten entwickelt habe: „In letzter Konsequenz bin ich meinem Denken von damals treu geblieben, nur dass sich inzwischen die politischen Positionen verschoben haben. Was früher als ‚links‘ angesehen wurde, gilt heute als ‚rechts‘.“"

Es gibt ja einen Spruch in Abwandlungen: Wer in seiner Jugend kein Revolutionär sei, der habe kein Herz; wer als Erwachsener immer noch Revolutionär sei, habe keinen Verstand. Da mag viel dran sein. Was genau daran ist, habe ich allerdings noch nicht herausgefunden. – Dazu kommt: Wenn man die Alt-68er auf Fotos anschaut, dann wirken sie so wie viele Junge wirken: Sie halten sich offenbar für ewig und unveränderlich jung. Wenn man sie als Alte ansieht, beschleicht einen das Gefühl, dass sie auch in ihrer Jugend nicht wirklich nachgedacht haben. So selbstgewiss und selbstgefällig kamen und kommen sie daher. -- Also, wer hat eine Antwort auf die Frage: Wie kann es sein, dass sich politische Ansichten im Laufe des Lebens in ihr Gegenteil verkehren? Manchmal gepaart mit der Selbsteinschätzung, man sei ja selbst immer gleich geblieben; nur die anderen hätten sich geändert, indem sie die Zeichen der Zeit, der Gegenwart, nicht zu deuten wüssten. (Berichte über Selbsterfahrungen ausdrücklich erwünscht!) -- Nachtrag: Wer sich von Professor (!) Bernd Rabehl ein Bild machen möchte, ein bewegtes sogar, der kann einmal hierher schauen.

Dienstag, 21. November 2017

"Teenager-Gruppe verwüstet Tchibo-Filiale"

Wieder aus dem ZEIT-Forum herüberkopiert.

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Führt irgendjemand eine Einzelfallstatistik? Wird die Wahrnehmung von Terror und Kriminalität durch die Berichterstattung verzerrt? Wenn ja, in welche Richtung? Ich kann die Dinge offen gestanden nicht mehr einordnen. Die Flüchtlinge aus Syrien, dachte ich bisher, seien die, die sich rasch einordnen, bilden, die vorankommen wollen. Das Folgende dann ein Einzelfall? Mit gleich 7 Tätern? Wie gesagt: Ich hätte gerne eine umfassende Falldarstellung, natürlich mit allen Straftaten, von vom auch immer vorbereitet und / oder begangen. Einfach um das Gefühl loszuwerden, dass das Land irgendwohin driftet, wo es am Ende keiner haben wollte.

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"DER JÜNGSTE WAR ERST 13 JAHRE Teenager-Gruppe verwüstet Tchibo-Filiale Die Filiale am Hauptbahnhof wurde völlig zerstört | 20.11.2017 Essen – Sieben junge Syrer (13-18 Jahre alt) haben am Sonntag eine Tchibo-Filiale im Essener Hauptbahnhof komplett verwüstet und zwei Ladendetektive angegriffen – einer von ihnen musste ins Krankenhaus! Im Geschäft waren zahlreiche Verkaufsständer umgeworfen und zum Teil zerstört worden. Die gesamte Auslage lag am Boden. Die Mitarbeiterinnen (29, 32 und 48) der Filiale waren schockiert und konnten kaum Angaben machen. Die beiden 26 Jahre alten Ladendetektive aus Essen und Mülheim, die nach eigenen Angaben von den Syrern angegriffen wurden, erklärten, dass ihnen die Gruppe bereits im Personentunnel des Hauptbahnhofs aufgefallen war. Die Männer wüteten wild im Geschäft."

Montag, 20. November 2017

Die Kinder bringt der Stoch!

DIE ZEIT: Herr Stoch, alle paar Monate herrscht in der Republik große Aufregung, weil irgendwo eine Unisex-Toilette eröffnet wird oder Kita-Kinder über Sex aufgeklärt werden. Sie haben als Kultusminister der damaligen grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg den ersten dieser Kämpfe ausgefochten. Ihnen wurde vorgeworfen, einen sexualisierten Lehrplan durchsetzen zu wollen.

Andreas Stoch: Das Thema kam für mich aus heiterem Himmel. Ich wusste, dass es in den 1970er Jahren eine Debatte darum gab, wer Kinder aufklären sollte. Nur die Eltern? Auch die Schule? Aus meiner Sicht sind beide wichtig. Für mich war das aber durch.

ZEIT: Ein Missverständnis.

Stoch: Das wirkliche Missverständnis war, dass es nicht um Sexualkunde ging, sondern um einen neuen Bildungsplan, also um den Lehrplan für die nächsten Jahre. In dem wollten wir fächerübergreifend das Thema Toleranz verankern gegenüber nicht heterosexuellen Menschen. Es ging dabei nie um Sexualpraktiken, wie das von böswilligen Menschen unterstellt wurde.


Wer macht mit? Wir verabschieden uns mit lauten Erklärungen aus diesem Themenbereich: wegen nachgewiesenen irrlichternder Widersprüchlichkeit in dieser unserer Gesellschaft? Da ist erlaubt: dass im Fernsehen Menschen nackt aufeinander losgelassen werden, für Zuschauer, die darauf warten, wann die ersten kopulieren. Und Zeitungen, die am nächsten Tag über den Stand der Dinge berichten. Dann aber wundert man sich über manche sexistische Runden?! Oder mal anders gesagt: Dass Frauen sehr kurze Röcke tragen können, ohne dass Männer vergewaltigend über sie herfallen, ist ein junges, noch nicht in allen Kulturen angekommene Form der Triebunterdrückung.

Das wäre doch mal was für den Sexualkundeunterricht. Mit ergänzender Einladung an jenen ägyptischen Rechtsanwalt und Fachmann, der, noch nicht lang her, meinte, man müsse Frauen, die zerrissene Jeans tragen, einfach vergewaltigen. Die forderten die Vergewaltigung doch nachgerade heraus! So wird Multikulti gemacht! Denn merke: Die Kulturen sind nicht alle so, wie Deutsch-Krethi und Deutsch-Plethi sich das so vorstellen.

"Stern und Kreuz"

Ja, ja, die Wikipedi-ja!

"Wikipedianer sein heißt: eine Sache um ihrer selbst willen problematisieren!"

Na dann! Darf bei Muslimen ein Kreuz das Sterbedatum anzeigen. Das will schon mal diskutiert sein! (Und es ist durchaus lustig zu lesen! Beispiel: 

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Die Fettschrift ist so unnötig wie die Tatsache, für sie [Userin Marietta] zu antworten. Ich denke, das kann sie bestimmt selbst machen. --Wladyslaw 14:19, 17. Aug 2006

Marietta, mir fällt jetzt auch gerade eine Fülle von groben Beleidigungen ein, mit denen ich dich aus meiner Sicht mit gutem Recht überhäufen könnte. Im Gegensatz zu dir halte ich aber lieber den Mund. --ThePeter 14:34, 16. Aug 2006

Benutzer wie ich können es sich leisten, Mariettas Kopf zu schütteln.--Kramer 03:38, 17. Aug 2006

Ganz ohne Frage ;-) --Marietta 02:22, 19. Aug 2006

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Und dann geht es von da an natürlich an anderer Stelle weiter!

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Der Artikel wurde ohne Stern und Kreuz eingestellt; inzwischen wurden Stern und Kreuz zweimal eingefügt. Darüber gibt es keinen Konsens, die Zeichen sind zu entfernen. --BHBIHB 18:48, 20. Jul. 2015 (CEST)

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Tod

Hier steht, dass er [Valdet Gashi] getötet wurde. --141.90.9.62 12:53, 29. Sep. 2016

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Anstatt hier um Kreuz oder nicht Kreuz zu streiten, sollte der Artikel nicht zwei unterschiedliche Todesdaten nennen. Man stirbt nur einmal. --62.202.180.144 05:02, 22. Sep. 2017 (CEST)

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Zitat: "Während für die normalen Menschen die Sachen, die Sachverhalte und die realen Handlungen und Unterlassungen die Realität ausmachen, ist für alle, die länger und tiefer nachgedacht haben, klar: Es sind die Symbole, die am Ende den Lauf der Welt bestimmen. Man mag das für verrückt halten, aber gegen die wirkliche Wirklichkeit, die des Einflusses der Symbole, kommt man nicht an. (Robert Langdon: ''The Real World of Worldcreating Symbols''. Harvard UP 2005. S. 57. - Meine Übersetzung.)

Enzensbergers 'radikale Verlierer'

In den Zeiten des sogenannten Kalten Kriegs konnten sich westliche Intellektuelle nicht vorstellen, dass es einmal die Renaissance der RELIGION -- nun gut, einer bestimmten Religion geben wird. Aber dann? Die Erklärung ist so schlicht wie einleuchtend: Der Atheismus marxistischer Provenienz dankt mit den Ost-Regimen ab. Und die Abhängten der Welt, soweit sie unter islamischem Einfluss stehen, drängen in die Lücke und damit nach vorne. Nicht selten hier gesagt, aber vielleicht nicht in diesen Worten: 

Wenn Männer, die sich selbst überaus wichtig nehmen, feststellen müssen, dass sie in der Öffentlichkeit nicht wichtig sind, dann suchen sie nach Wegen um sich wichtig zu machen. 

Die Mittel? Gewalt zieht immer, weil sich der Gewalt keiner entziehen kann. Wenn jemand im Fernsehen großen Quatsch von sich gibt, kann man abschalten. Wenn jemand mit einem großen Messer vor einem steht und großen Quatsch redet, ist da erst einmal das große Messer und man kann nicht abschalten. Unter diesen Voraussetzungen:

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Warum schließt sich ein Thaiboxer aus Singen dem IS an? || Wie kommt ein Mensch aus einer süddeutschen Kleinstadt dazu, die Kalaschnikow in die Hand zu nehmen und sich einer Terrorgruppe anzuschließen, die den Rest der Welt in Angst und Schrecken versetzt? Warum lässt er dem IS zuliebe Frau und zwei kleine Töchter am Hohentwiel zurück? So präsentiert er sich auf seiner Facebook-Seite: Thaibox-Star Valdet Gashi aus Singen vor der Flagge des Islamischen Staates | Als überzeugter Muslim wolle er den Glaubensbrüdern in Syrien helfen, beteuert Gashi – „Alten, Jungen, Obdachlosen, Witwen oder Armen“. Und er wolle „dem nachgehen, was hier wirklich passiert“. Blut habe er nicht an seinen Händen. || Von Singen über Winterthur nach Syrien: Eine Spurensuche in der Schweizer Stadt 'Ich habe kein Blut an meinen Händen': Interview mit dem Thaiboxer Valdet Gashi Wie der IS seine Mitglieder anwirbt 

Kommentar: Das Erschreckende ist die Normalität 

Konstanz: 16-Jährige zieht in den Heiligen Krieg nach Syrien Was wurde aus Sarah O.? Silvio K., der Terrorist vom Bodensee Nachprüfen lassen sich seine Antworten nicht. Aber sie geben einen Einblick in das Seelenleben eines jungen Menschen, der einen neuen Sinn in seinem Leben sucht und bei religiösen Eiferern fündig wird. Auch der frühere Box-Profi vom Hohentwiel kam keineswegs als Heiliger Krieger zur Welt. Aufgewachsen ist er in Deutschland, die Eltern stammen aus dem Kosovo. Der Islam spielte zu Hause keine große Rolle. Zum Koran fand Gashi erst später, als er im Internet auf wortgewandte Prediger wie den deutschen Konvertiten Pierre Vogel stieß. (suedkurier.de)

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Immer wieder der Verweis auf Enzensbergers 'radikalen Verlierer'. Ein längeres Zitat aus dem SPIEGEL. Man übersehe nicht: des Jahres 2005.

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Wer sich mit den objektiven, den materiellen Kriterien, den Indizes der Ökonomen und den niederschmetternden Befunden der Empiriker begnügt, wird vom eigentlichen Drama des radikalen Verlierers nichts verstehen. Was die anderen von ihm halten, seien sie Konkurrenten oder Stammesbrüder, Experten oder Nachbarn, Mitschüler, Chefs, Feinde oder Freunde - das genügt nicht, um ihn zu motivieren. Der radikale Verlierer selbst muss sein Teil dazu beitragen; er muss sich sagen: Ich bin ein Verlierer und sonst nichts. Solange er davon nicht überzeugt ist, mag es ihm schlecht gehen; er mag arm sein, machtlos; er mag die Misere und die Niederlage kennen; zum radikalen Verlierer aber hat er es erst gebracht, wenn er sich das Votum der anderen, die sich Gewinner dünken, zu Eigen gemacht hat.
Niemand interessiert sich freiwillig für den radikalen Verlierer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Der nämlich schlägt, solange er allein ist, und er ist sehr allein, nicht um sich; er wirkt unauffällig, stumm: ein Schläfer. Wenn er sich dennoch einmal bemerkbar macht und aktenkundig wird, löst er eine Irritation aus, die dem Erschrecken nahe kommt; denn seine bloße Existenz erinnert die anderen daran, wie wenig es bräuchte, und es erginge ihnen so wie ihm. Vielleicht würde man dem Verlierer sogar beistehen, wenn er nur endlich aufgäbe. Aber er denkt nicht daran, und es sieht nicht danach aus, dass er sich gern helfen ließe.
Zahlreichen Berufen dient der Verlierer als Studienobjekt und Existenzgrundlage. Sozialpsychologen, Sozialarbeiter, Sozialpolitiker, Kriminologen, Therapeuten und andere, die sich nicht zu den Verlierern zählen, wären ohne ihn brotlos. Aber auch beim besten Willen bleibt der Klient in ihren Augen opak; ihre Empathie stößt auf gutgesicherte professionelle Grenzen. Immerhin wissen sie, dass der radikale Verlierer schwer zugänglich und letzten Endes unberechenbar ist. Unter den Hunderten, die in ihren Amtsstuben und Praxen vorsprechen, den einen zu identifizieren, der zur letzten Konsequenz bereit ist - damit sind sie überfordert. Vielleicht spüren sie, dass es sich nicht um einen bloßen Sozialfall handelt, der sich auf dem Verwaltungswege reparieren ließe. Denn der Verlierer denkt sich sein Teil. Das ist das Schlimme. Er schweigt und wartet. Man sieht es ihm nicht an. Gerade deshalb wird er gefürchtet. Diese Angst ist historisch sehr alt, doch heute ist sie begründeter denn je. Jeder, der über einen Zipfel sozialer Macht verfügt, ahnt bisweilen etwas von der enormen destruktiven Energie, die im radikalen Verlierer steckt und die durch keine Maßnahme, mag sie noch so gut, vielleicht sogar ernst gemeint sein, stillgelegt werden kann. (spiegel.de)

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