Sonntag, 5. Dezember 2010

Werbung: Tricks und -- Misserfolg

Kabel Deutschland und andere wollen Festplatten-Recorder für's Fernsehen verkaufen, die das Vorspulen nicht möglich machen: Werbung muss angeschaut, darf nicht übersprungen werden! Wie gut, dass es noch keinen Kaufzwang per Gesetz gibt. So bleiben die Brüder auf ihren Kisten sitzen. (Oder arbeiten wir da an einem neuen Gesetz, Herr Minister Brüderle? Dieses Produkt muss gekauft werden? Schließlich haben wir doch auch die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten! Das könnte man doch ausweiten.)

Eine Entdeckung aus der Trickkiste: Eine Seite im Internet poppt auf, Werbung. Normalerweise steht da SCHLIESSEN und man kann rasch weitermachen. Nun aber, was soll heißen: Weiter zur Seite. Wohin? Zur Werbung? Oder was? Schon sind Zehntelsekunden gewonnen, mit denen man dem "Werbekunden" gegenüber protzen kann.



Was für eine Idiotie! Statt die Werbung so interessant zu machen, dass jeder sagt: Das musst du gesehen haben! Das kriegen sie nicht hin, diese phantasielosen Nieten in Werbestreifen! Statt dessen immer wieder diese saudummen Tricks, die den Ruf der Werbung weiter ruinieren und den bekannten Kotz- und Wegschaltrflex auslösen.

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Ach, und es geht ja weiter, das mit der Zwangsbeglückung. Ich habe gar nicht wirklich was gegen das Öffentlioch-Rechtliche. Aber dann diese Auswahlkriterien, die in den etablierten Seilschaften gepflegt wird! Wie hieß die Frau noch mal, die sich unter Pseudonym selbst die Fernsehspiele schrieb? Ach ja, Doris Heinze! Was wohl aus ihr geworden ist. -- Das ist das System noch immer! -- Martenstein sagt es so:

Für acht Milliarden Euro kann man also ein mittelgroßes Land pleitegehen lassen oder eine Umweltkatastrophe biblischen Ausmaßes veranstalten, oder man kann Filme senden, in denen eine schmucke Försterin mit einem graumelierten Frauenarzt in Südafrika eine Tierpension aufbaut, in der Waisenkinder an die Liebe zur Natur herangeführt werden. Das ist jetzt nur so ein Beispiel für einen typischen öffentlich-rechtlichen Fernsehfilm.

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