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Freitag, 29. Dezember 2017

Sun Mingming

Sind Menschen beeindruckend, wenn sie wirklich sehr groß sind? Einerseits ja, natürlich. Man kanns ja auch schlecht übersehen. Auf der anderen Seite sind wir gewohnt, dass nicht die Körpergröße beeindruckend ist, sondern Leistungen, oft auch intellektuelles Vermögen.

Wie dem auch sei, die Website solidesnake.com vermeldet dies:

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Die beeindruckendsten Athleten aller Zeiten

Sun Mingming

Als größter Basketballspieler aller Zeiten hat er es in das Guiness Buch der Rekorde geschafft. Was ziemlich unüblich für einen Chinesen ist, da diese meist kleiner sind. Trotz seiner Größe von 2,83m hatte er nicht das Glück, bei den Los Angeles Lakers aufgenommen zu werden und spielt aktuell für die japanische Basketballliga, wo er den Großteil seiner Karriere verbringt.

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2,83 Meter groß? Da stutzt man dann doch. Und weil ich gerade Zeit habe schaue ich einmal bei der Wikipedia nach.

"Sun Mingming (Chinese: 孙明明; pinyin: Sūn Míngmíng, born August 23, 1983) is a Chinese professional basketball player and actor. He is currently the tallest professional basketball player in the world, and was measured by the Guinness World Records as 7 ft 9 in (2.36 m) tall."

Natürlich ist 2,36 m auch eine stolze Größe, aber das mit den aberwitzigen 2,83 m ist damit vom Tisch.

Das Verb 'faseln' mal wieder

Von der Seite mit den ZEIT-Kommentaren:

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"Bassam Tibi gibt der Baseler Zeitung ein Interview. Ich komme über einen Forum-Beitrag der ZEIT darauf. Die Fragen, und er sagt unter anderem:

Sind Muslime besonders schwer inte­grierbar?
Seien wir ehrlich, ein Hindu oder Buddhist integriert sich sicher leichter. Das Gerede, die schlechte Integration von Muslimen habe mit dem Islam nichts zu tun, ist Quatsch. Der Islam macht den Muslimen Schwierigkeiten bei der Integration, solange er nicht reformiert ist.

Das heisst: In Deutschland tritt gerade der Worst Case ein. Schlecht integrierbare Menschen treffen auf eine Gesellschaft, die nicht fähig ist, Menschen zu integrieren?
Genau! Ich hatte zwei Vorstellungen im Leben und kreierte dazu zwei Begriffe: den des Euro-Islams und den der Leitkultur. Heute muss ich einsehen: Deutschland ist unfähig, eine Hausordnung für das friedliche Zusammenleben anzubieten. Die Muslime in Deutschland sind ihrerseits unwillig, sich zu einem europäischen Islam zu bekennen. Ich halte mittlerweile beides für Utopien. Ich kapituliere."

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Nische #254.1
Ja, der Tibi. Hat begriffen, dass seine eigenen VORSTELLUNGEN nicht zutreffen. Wer von Hausordnung und Anpassung faselt, glaubte wohl, dass die Regeln der schwäbischen Kehrwoche beispielgebend sein können.

Aus Irrtümern sollte man lernen und neue Wege suchen. Neue Wege bestünden im aufrichtigen Austausch auf Augenhöhe und der Vereinbarung vernünftiger und wechselseitiger Regeln im Umgang miteinander.

Das hat er bei seiner Idee übersehen: den erforderlichen Austausch.

Antwort auf #254 von BDLB

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BDLB #254.2
"Wer von Hausordnung und Anpassung faselt ..."

Ich habe mich immer wieder mal dafür eingesetzt, dass man das Verb 'faseln' einfach aus der öffentlichen Diskussion streichen sollte. Dafür plädiere ich auch hier. Und im Übrigen nehme ich, vor allem anderen, mal an, dass der Herr Professor Tibi differenzierter zu denken und zu argumentieren vermag, als Menschen, die das dümmliche Wort 'faseln' in ihrem argumentativen Köcher mit sich führen.

Antwort auf #254.1 von Nische

Donnerstag, 28. Dezember 2017

La décolonisation africaine

Notizbuch:

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Présentation
La décolonisation africaine n'aura-t-elle été qu'un accident bruyant, un craquement à la surface, le signe d'un futur appelé à se fourvoyer ? Dans cet essai critique. Achille Mbenibe montre que. au-delà des crises et de la destruction qui ont souvent frappé le continent depuis les indépendances, de nouvelles sociétés sont en train de naître, réalisant leur syîithèse sur le mode du réassemblage, de la redistributioîi des différences entre soi et les autres et de la circulation des hoîimies et des cultures. Cet univers créole, dont la trame complexe et mobile glisse sans cesse d'une forme à une autre, constitue le soubassement d'une modernité que l’auteur qualifie d’« afropolitaine ».
Il convient certes de décrypter ces mutations africaines, înais aussi de les confronter aux évolutions des sociétés postcoloîiiales européennes - en particulier celle de la France, qui décolonisa sans s'autodécoloniser -, pour en finir avec la race. la frontière et la violence continuant d'imprégner les iînaginaires de part et d'autre de la Méditerranée. C’est la condition pour que le passé en commun devienne enfin un passé en partage.
Écrit dans une langue tantôt sobre, tantôt incandescente et souvent poétique, cet essai constitue un texte essentiel de la pensée postcoloniale en langue française.

Sortir de la grande nuit (Kindle Edition)

My newest fake news: VW

Was ist falsch an dieser Meldung?

"Nach Informationen der Zeitung sowie von WDR und NDR will der Konzern verhindern, dass ein auf Antrag von Aktionären gerichtlich bestellter Sonderprüfer die Affäre untersucht. Über den Einsatz des Sonderermittlers hatte das Oberlandesgericht (OLG) Celle im November entschieden. Den Recherchen zufolge argumentiert VW, durch diese Entscheidung in seinen Grundrechten auf Betrug und Verschleierung verletzt worden zu sein." (spiegel.de)

""Why smart people ..."

Notizbuch:

"Große Wissenschafter mögen Denkmäler ihrer Disziplinen von Thron stoßen und anerkanntes Wissen aushebeln, doch sie bewegen sich dabei innerhalb eines genormten Korsetts, verwenden geeichte Werkzeuge ihrer Fächer, sprechen und zanken mit Kollegen und auch Kritikern in derselben Sprache, betten neue, gängigen Erkenntnissen zuwiderlaufende Ideen immer in einen Konsensrahmen ein. Nie stellen sie sich einfach hin und postulieren wie aus dem Nichts die Existenz von rosa Aliens. Das ist der Unterschied zwischen streit-und fehlbarer Wissenschaft und blankem Nonsens.

Warum aber weichen manche von ihnen von diesem Weg ab? Geht es um Publicity? Bestimmt ist es attraktiv, das Medizinlabor einmal gegen das Studio einer TV-Talkshow zu tauschen, und in Letzteres wird man gewiss eher eingeladen, wenn man über Schutzengelphysik statt über Moleküle doziert. Oder wollen manche Wissenschafter etwas Großes, Bleibendes hinterlassen, über die nüchternen Grenzen ihres Fachs mit einem allumfassenden Gedankengebäude hinauswachsen und verlieren dabei die Bodenhaftung? Dafür spricht, dass es sich häufig um ältere Männer handelt, die irgendwann abdriften. Ein beinahe legendäres Beispiel dafür ist der Chemienobelpreisträger Linus Pauling, der sich in späten Jahren in die Vorstellung verrannte, Unmengen von Vitamin C würden gegen Krebs helfen.

Vielleicht tritt bisweilen aber auch eine Sonderform des Dunning-Kruger-Effekts ein. Dieser bezeichnet grundsätzlich den Umstand, dass dumme Menschen im Regelfall ihre Fähigkeiten als besonders hoch einschätzen, während kluge Geister eher zu Bescheidenheit in Bezug auf ihre Leistungen neigen. Womöglich sind manche Wissenschafter für einen Spezialfall dieses Effekts anfällig, quasi auf hohem Niveau: Weil sie auf ihren angestammten Gebieten mit viel Hirnschmalz Herausragendes vollbracht haben, sind sie so überzeugt von sich, dass sie mit beeindruckender Selbstsicherheit irgendwann auch groben Unfug absondern -kraft ihrer Reputation aber kaum mehr mit einem Korrektiv konfrontiert sind.

Die Yale University gab 2003 einen Sammelband zum Thema heraus - Titel: "Why smart people can be so stupid"." (profil.at)

Mittwoch, 27. Dezember 2017

CDU, CSU, SPD: der Familiennachzug

So schwer ist die Sache doch eigentlich nicht. Wenn man eine gewisse Ratlosigkeit, ein Dilemma von Beginn an eingesteht:

"CSU lässt bei Familiennachzug nicht mit sich reden. Von Daniel Friedrich Sturm, Thomas Vitzthum | ... Die CDU streitet über den Familiennachzug von Flüchtlingen: CDU-Vize Armin Laschet hat sich nun dafür ausgesprochen, in Härtefällen den Nachzug der nächsten Familienangehörigen zuzulassen. | Laschet bekommt gemischte Reaktionen für seinen Vorstoß zur Härtefallklausel beim Familiennachzug. Während die SPD den Vorstoß grundsätzlich begrüßt, lehnt ihn die CSU strikt ab || Landesgruppen-Chef Alexander Dobrindt verwies auf den Asyl-Kompromiss von CDU und CSU. ... | Die Richter hatten einem 16-Jährigen mit eingeschränktem Schutzstatus das Nachholen seiner Eltern ermöglicht. Es müsse darum gehen, einen „behutsamen Ausgleich“ zu finden zwischen der Begrenzung der Zuwanderung und den Möglichkeiten der Integration auf der einen Seite und den Einzelfällen auf der anderen Seite, sagte Laschet. Neben humanitären Härtefällen müsse der Familiennachzug auch für Flüchtlinge möglich sein, die Wohnung und Arbeit hätten, sagte Laschet. | SPD-Politiker Klingbeil sieht in Laschets Beitrag aber nur einen ersten Schritt. In der Integrationspolitik brauche es einen „großen Durchbruch“. Aus Sicht der SPD ist eine Voraussetzung für eine „funktionierende Integration“ nicht nur der Familiennachzug, „sondern auch massive Unterstützung für die Städte und Gemeinden, damit sie das Angebot an Sprachkursen und Kursen zur Arbeitsmarktintegration ausweiten können“." (welt.de)

Ja, wer wollte da widersprechen: Es sollte natürlich um einen -- wie schön das doch klingt! -- "'behutsamen Ausgleich' ... zwischen der Begrenzung der Zuwanderung und den Möglichkeiten der Integration auf der einen Seite und den Einzelfällen auf der anderen Seite" geben. Eigentlich. 

Nur gilt eben auch: Das wird sich unter den Migranten blitzschnell herumsprechen. Gleichheit vor dem Gesetz! Es werden viele 15jährige von ihren Familien losgeschickt werden, wenn auf diese Weise der Familiennachzug gesichert ist. Und andere 16jährige -- wie viele eigentlich? -- sind natürlich auch schon da! 

Wie wirkt sich solch eine Haltung in der gegenwärtigen Zeit wohl auf das Wahlergebnis der SPD aus? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da bei der CDU und bei Laschet politische Schlauheit dahintersteckt: Wieder einmal eine SPD-Position in die CDU übernehmen, wissend, dass nicht die CDU bei Wahlen dafür gerade stehen muss, sondern am Ende die SPD unter die 20% rutscht.

Der Kulturrat



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"Sie können es beurteilen und der Kulturrat nicht? Sie erhöhen Ihre Meinung unnötig. [= 'Sie nehmen sich zu wichtig!'?]"

Dass man sich mit viel Hybris nicht über eine Institution stellen sollte, ist das eine; auf der anderen Seite ist dieses Einrichten von Räten und Kommission, verbunden mit der Annahme, auf diese Weise könnte irgend etwas geklärt werden, tatsächlich Kokolores. Aber so funktioniert ein verwalteter Staat nun mal: Eine Sache ist schwierig? Man setze eine Kommission ein, die die Schwierigkeit klärt und erklärt. Auch wenn jeder halbwegs vernünftige Mensch sagt: Es wäre besser, eine Wissenschaftliche Hilfskraft mit Verstand damit zu beauftragen, Zeitungen und Leserbriefe / -kommentare zu beobachten und in Zusammenfassungen zu bündeln. Denn gültige Antworten findet ein Kulturrat nie!

Ach, die Internet-Werbung ...

... mal wieder!

Liebe com-magazin.de-Reaktion!

Warum kommt, wie es scheint, bei Ihnen wie bei vielen anderen Internet-Auftritten niemand drauf, dass solche Werbung -- hier: Ein Bild stürzt unvermutet und mit einer Wackelbewegung vor einen auf den Bildschirm, wenn man gerade liest. --, warum kommt da keiner darauf, dass eine solche Maßnahme einen auf keinen Fall für Ihre Web-Seite einnimmt? Man fühlt sich nur extrem gestört. Also warum dann doch?*





Ich nehme mal an, dass das mit der Marketing-Überzeugung zu tun hat, der zufolge, überhaupt wahrgenommen zu werden schon die halbe Miete ist. Egal was der "potentielle Kunde" von einem denkt. Aber selbst, wenn das die halbe Miete ist, die andere Hälfte ist dann das Urteil über ein Unternehmen, und wenn dieses Urteil lautet: "Dieses Haus geht mir gewaltig auf die Nerven!", dann hat man was davon. Nämlich was höchst Negatives für das eigene Image.

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Diese Frage steht bei mir in einer großen Reihe von Unbegreiflich-Fragen der Art: "Warum hat Quelle / Schickedanz in seinen Hoch-Zeiten nicht Amazon vorweggenommen? Die Kenntnisse der heimischen Infrastruktur hätten doch exzellent sein müssen. Eigentlich ...

Leitkultur. Wieder einmal.

Mein Kommentar eben, bei der ZEIT. Vorab das ZEIT-Interview, um das es geht:

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Integration. "Man darf sich vor einer fremden Kultur fürchten" | Die "Leitkultur" ist tot, sagt Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrats. Über Werte müsse man dennoch streiten – besonders gegenüber dem Islam und der AfD. Interview: Ludwig Greven | 27. Dezember 2017 | 370 Kommentare.

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"Er [der Begriff Leitkultur'] ist verbrannt, weil er politisch missbraucht worden ist. Man sollte ihn nicht mehr verwenden."

Und dann? Wird er munter weiter verwendet. Immer der Leithammel-Wortbildung entlang. (Ja, es gibt da auch noch den alten 'Leitstern' und das 'Leitmotiv', das zu allerlei Witzeleien mit 'Leidmotiv' animiert.)

Ich habe da doch mal einen Vorschlag: Wir sprechen einfach von 'Kultur'. Der deutschen, französischen, italienischen. Dann auch der us-amerikanischen, chinesischen, japanischen. Der ägyptischen und der israelischen. Und so weiter.

RICCARDO SIMONETTI

Jetzt komme ich mir auf einmal angefixt vor. Was hat dieser Riccardo Simonetti nur? Nein nein, nicht „was ich nicht habe“, sondern einfach so gefragt. Ich gewinne den Eindruck, dass dieser Instagram-Star ziemlich abgedreht-egoman in den Tag hinein lebt. Das ist ein Lebenskonzept, das ich nicht kritisiere. Auf keinen Fall! Jeder wie er mag. Die Losung der modernen Welt. Es ist halt nur nicht mein Lebenskonzept. Jeder wie er mag.

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STAR-BLOGGER RICCARDO SIMONETTI: ICH BIN KEINE HÜBSCHE BLONDE INFLUENCERIN - UND HABE TROTZDEM ERFOLG | © FILM.TV | News 01.09.2017 | Früher wurde er für sein Faible für Mode und Beauty und sein außergewöhnliches Aussehen gemobbt, heute lieben ihn seine Fans dafür: Star-Blogger Riccardo Simonetti begeistert Tausende mit seinem funky Style und seinen Kolumnen (@riccardosimonetti, ca. 103.000 Follower auf Instagram, www.fabulousricci.com). Im JOY-Sonderheft JOY #pretty (10/2017, EVT. 01.09.) spricht der 24-Jährige über wahre Schönheit und verrät, was ihm an seinem Look am wichtigsten ist. (film.tv)

metablogger.de

Ich, der metablogger.de -- Gibt es den schon? Na ja, sowas Ähnliches zumindest.

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Eben habe ich mich noch ein wenig umgeschaut und das da gefunden:

"SOCIAL MEDIA-STARS Masha, Caro, Toni: Das sind die derzeit wichtigsten Influencer aus Deutschland ... Auf welchem Platz in der Riege der erfolgreichsten deutschen Influencer findet sich wohl Germany's Next Topmodel-Gewinnerin Stefanie Giesinger? Erfahre hier alles zu den wichtigsten Bloggern, YouTubern und Social Media Stars aus Deutschland.(styleranking.de)

Leises Lachen. Möchte ich da dazugehören? Möchte ich ein „Influenzer“, na gut: Influencer sein? Was für ein Wort schon mal! Influencer! (Das Diktierprogramm macht aus Influencer übrigens das schöne Wort Influenza. Was ja wiederum nicht ganz falsch ist.) Sagen wir doch mal so: Tageserfolg und persönliche Zufriedenheit schließen sich noch aus. Muss das immer so sein? Natürlich nicht.

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Und dann noch ein kleiner Test, weil ich schon dabei bin: Hier eine Liste der wichtigen Namen, entnommen der oben angegebenen Seite. Erst einmal 10 von insgesamt 23 Influencern. Alle Stand: Dezember 2017.
  • Riccardo Simonetti. Instagram: 110k Abonnenten (= Abo), Youtube: 1.543 Abonnenten ; Facebook: 14.066 Personen gefällt das (= Pgd).
  • Masha Sedgwick. Instagram: 159k Abo; Youtube: 16.740 Abo; Facebook: 66.400 Pgd.
  • Marina the Moss. Instagram: 218k Abo; Facebook: 3.818 Pgd.
  • Nina Suess. Instagram: 258k Abo; Facebook: 4.068 Pgd.
  • Matiamu by Sofia. Instagram: 351k Abo; Facebook: 8.882 Pgd.
  • Marie von Behrens. Instagram: 435k Abo; Facebook: 6.003 Pgd.
  • Nilam Farooq. Instagram: 447k Abo; Youtube: 1.147.152 Abo; Facebook: 190.401 Pgd.
  • Novalanalove. Instagram: 750k Abo; Youtube: 50.250 Abo; Facebook: 46.797 Pgd.
  • Xenia Overdose. Instagram: 991k Abo; Youtube: 16.557 Abo; Facebook: 166.179 Pgd.
  • Anna Maria Damm. Instagram: 1m Abo; Youtube: 594.876 Abo; Facebook: 332.990 Pgd.
Wie man sieht: Die ersten drei dieser Influencer habe ich mir sogar einmal angesehen.

Erster Eindruck: Man muss sich schon ziemlich anstrengen, um bei dieser Elite mit dabeizusein. Sich als bärtiger Mann mit roter Weihnachtszipfelmütze vor dem Weihnachtsbaum einen roten Schal wie eine Büstenhalter um den ansonsten nackten Oberkörper binden. Oder: Junge Frau im schwarzen Bikini. Kniend in einer weiten Schneelandschaft. Sonnenbrille auf. Und vor sich eine – wenn mich nicht alles täuscht tatsächlich: Tüpfelhyäne, die da irgend etwas frisst. Das zeigt doch waren Einsatz. Man bekommt eben auch als Influencer nichts geschenkt!

Aufrufstatistik hier im Blog

Zum Jahresende hin ein Blick auf die Aufrufstatistik hier im Blog.

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Eintrag | Datum | Anzahl der Seitenaufrufe

  • Spezifisches Gewicht von Granit 02.07.2011 22780
  • Monica Lierhaus -- in Erinnerung gebracht 03.01.2011 2953
  • 2001 -- Maße des Monolithen 15.05.2011 2676
  • Gesetze der Mediengesellschaft 01.10.2010 2674
  • "Tagebuch einer jungen Frau" 17.05.2012 1864
  • Rechtschreibung zum wiederholten Male 1 10.10.2009 1707
  • Pornografie, weibliche 20.01.2007 1673
  • Casio Gebrauchsanleitung - Uhr 13.04.2008 1557
  • Puremobile Inc. -- Vollidioten! 24.03.2011 1486
  • Monica Lierhaus 02.01.2010 1290
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Warum der absolute Beststeller "Granit" so gefragt ist, weiß ich nicht. Ist ja auch im Großen und Ganzen nur eine Übernahme von einer anderen Seite. Dass die Kommentarmöglichkeit, wiewohl durchaus eingeschaltet, von niemandem genutzt wird, überrascht mich nicht. Das war schon immer so. Ich möchte das im Grunde genommen auch nicht ändern, weil zu vieles im Internet, was da so kommentiert wird, einfach nur – sagen wir: unstrukturiert ist. Ich möchte mich damit nicht auseinandersetzen müssen. – Elitär? Ach was, natürlich nicht! Oder: Ja, klar! Dazu stehe ich dann auch! – Beides ist seltsamerweise auf gleiche Weise richtig.

"Die Reichsten der Reichen sind ..."

Wenn ich zum Beginn des neuen Jahres über die Ungleichheit unter den Menschen nachdenke, werde ich von dieser Meldung ausgehen:

BEZOS, BUFFETT & CO. Die Reichsten der Reichen sind 1.000.000.000.000 Dollar reicher. 27.12.2017 || Weil die Aktienkurse steigen, sind die wohlhabendsten Milliardäre des Planeten noch vermögender. An der Spitze der Rangliste hat es einen Wechsel gegeben. || Die robuste Wirtschaftsentwicklung und die gestiegenen Aktienkurse haben den wohlhabendsten Menschen der Welt in diesem Jahr einen kräftigen Vermögenszuwachs erbracht. Sie sind im in wenigen Tagen zu Ende gehenden Jahr 2017 um beinahe 1 Billion Dollar reicher geworden -- in Zahlen 1.000.000.000.000 Dollar. Das ergibt sich aus der Milliardärs-Rangliste, die der Finanzdienst Bloomberg täglich erstellt und veröffentlicht. Darin enthalten sind die 500 reichsten Personen der Welt. Insgesamt kommen die Milliardäre darin auf ein Vermögen von 5,3 Billion Dollar (Stand zweiter Weihnachtsfeiertag), was sich mit 4,4 Billion Dollar vor einem Jahr vergleicht. Der Anstieg um 23 Prozent übertrifft dabei sogar den Zuwachs etwa des breiten amerikanischen Aktienleitindexes S&P 500. (faz.net)

Leitfragen: 

  • Wie hängen Reichtum und Macht zusammen, und was unterscheidet Macht und Reichtum?
  • Würden die Superreichen aufhören zu wirken -- von "arbeiten" kann man wohl kaum sprechen --, wenn in einem neuen, anderen Wirtschaftssystem ihr Vermögen asymptotisch gedeckelt würde und das so entnommene Geld zu einer, wiederum asymptotischen, Angleichung der weltweit Armen an eine allgemeine Untergrenze verwendet würde?
  • Wenn wir vom Gini-Index und einem Glücklich-Index ausgehen, wie hängen Ungleichheit und Glücksgefühl in den verschiedenen Nationalstaaten zusammen? Oder korrelieren beide Größen nicht?

Dienstag, 26. Dezember 2017

"Facebook zerstört die Demokratie"

Wieder mal von den ZEIT-Kommentaren rüberkopiert:

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Soziale Netzwerke. Facebook zerstört die Demokratie. Die ungebrochene Macht sozialer Netzwerke ist gefährlich, sagt Niall Ferguson. Der renommierte Historiker sieht nur einen Ausweg. Interview: John F. Jungclaussen | 26. Dezember 2017 | 371 Kommentare

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Manchmal muss man sich einem echten Dilemma einfach stellen: 

Entweder ist da die Monopolstellung von Google, Facebook, Amazon, die ja von den Kunden gemacht wird. Soweit ich sehe, wird keiner gezwungen, bei diesen Monopolisten mitzumachen.

Oder eben: Masterminds wie Niall Ferguson im Verein mit der ZEIT wollen den Usern sagen, was ihr Glück oder Unglück ist. Weil die Normalos ja zu dumm sind, das selbst zu erkennen. (Im Hintergrund lauert immer die 1968er Radikalbesserwisserei von der "strukturellen Gewalt" und dem vom Kapital erzeugten falschen Bewusstsein. Eine kleine Scheinelite will einfach vorschreiben, wie wir zu denken und zu handeln haben. Im Zweifelsfall, indem sie den Staat umbaut. Einen Staat, der dann zum Wohle der Massen Vorschriften erlässt.)

 Ich bin jetzt und für die Zukunft dafür, dass man gerne vor Facebook et al. warnen darf und soll. Wenn aber die doofen Kunden nicht auf die Masterminds hören wollen, dann sollte Schluss mit dem Eingreifen der Besserwisser sein.

Wer es ausführlicher haben möchte: Hier im Wikipedia-Café wurde das schon einmal sehr ausführlich diskutiert.

Machtverhältnisse in der Kultur

Einst waren die Machtverhältnisse in der Kultur und in allen angrenzenden Bereichen wie selbstverständlich verteilt: Man sprach nicht groß von Eigentumsverhältnissen, es war einfach so, dass es Zeitungsbesitzer gab, Verlagsbesitzer, die Inhaber von Fernsehsendern später auch. Die Eigentümer waren, wenn es sich um kleine Betriebe handelte, oftmals Universalmenschen. Verleger machten im Zweifelsfall vom Lektorat bis zum Vertrieb alles und haben nur die Herstellung von Büchern ausgelagert. War ein Betrieb größer so suchte sich der Eigentümer einen Chefredakteur oder Verlagsleiter, im Normalfall in seiner politischen Richtung. Diese CEOs haben das Ganze dann einmal mehr einmal weniger gut gemanagt. Die Lektoren der Verlage, überhaupt der Verlagsbetrieb bestimmten, wer Schriftsteller sein durfte und wer nicht. Die Redakteure – erst einmal musste man ja Redakteur werden – luden freie Mitarbeiter und Kommentatoren ein.

Dann kam das Internet. Die Machtverhältnisse wurden nicht auf den Kopf gestellt, aber doch erheblich modifiziert. Wer wollte, konnte seinen eigenen Podcast machen seinen eigenen YouTube-Kanal, seine eigenen Bücher. Natürlich war dann immer noch die Frage, wie man seine eigenen Produkte bekannt machen sollte; aber auf der anderen Seite war grundsätzlich die Möglichkeit gegeben, sich von den bestehenden publizistischen Machtverhältnissen abzukoppeln.

Das Ganze der technischen Veränderungen via Internet hat auch dazu geführt, dass die Leser, die Konsumenten überhaupt, eine ungleich viel größere Macht haben als früher. Heute reden bzw. schreiben Kommentatoren an allen Ecken und Enden des Zeitungsbetriebs mit, ob sie nun die Rechtschreibung, die Zeichensetzung, die Grammatik einigermaßen beherrschen oder nicht. Manchmal scheint fehlerfreies Schreiben sogar gegen den Verfasser zu sprechen. Er ist dann von vorherein Mitglied einer abgehoben-bösen Bildungselite, die sich Sonderrollen anmaßt.* Manchmal sind die Kommentare von Gehässigkeit und Häme, mitunter auch von Hass durchzogen; aber so etwas lässt sich wohl, wenn die Masse der Ungeschulten und in Teilen auch Unbeschulten über die Kultur hereinbricht, nicht verhindern.

Was jetzt noch fehlt, das ist: eine Gleichverteilung in Sachen Werbung und Marketing. Amazon hat mit seinen Möglichkeiten der Beurteilung da einiges schon getan; aber das ist natürlich bei weitem nicht genug. Es wird spannend sein zu beobachten, wie hier die Entwicklung weitergeht.

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* "In etwa so groß wie der Anteil der Universitätprofessoren die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, aber neben der Expertise auf ihrem Gebiet einfach nur normale Menschen sind, oder der Anteil, der zwar viel Ahnung vom Thema hat, aber leider verpeilt, was die Wikipedia ist und was dort hinein gehört und was nicht. Betrifft aber nicht nur Universitätsprofessoren. -- Wassertraeger 06:54, 20. Dez. 2017"

Dienstag, 19. Dezember 2017

WELTplus und andere Plusse

Dass die Leute, die im Internet Geld mit Werbung verdienen wollen, gegen Adblock vorgehen, konnte niemanden überraschen. Die PLUS-Erfindung bei den Zeitungen ist eine Variante. Der Zwang zum kleinen Abo, jenseits der Werbung. 

Hier bei der WELT. Ich möchte eigentlich lesen:

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HENRYK M. BRODER
Ich habe genug von den Sondierungssprüchen

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Zugriff auf alle Inhalte von WELTplus
Exklusive Reportagen, Interviews & Videos
Täglich neu von 300 Journalisten weltweit

JETZT 30 TAGE KOSTENLOS TESTEN

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Andere Zeitungsseiten sagen bekanntlich: "Erst wenn du deinen Werbeblocker abschaltest, dann darfst du weiterlesen!" Ganz schön hart!

Darf ich mal die nächste Runde in diesem Kampf vorhersagen? Also -- der Browser wird gewaltigen Zulauf haben, der einen gut sichtbaren Button hat, um mit einem Klick solche Seiten von einer zukünftigen Google- oder sonstigen Suche vollständig auszuschließen. Denn in der Internet-Nicht-Wahrnehmung verschwinden, das wollen die Zeitungen ja auch nicht.

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Nachtrag: Na, da war ich mal wieder nicht auf der Höhe der Zeit!

"Webbrowser Der Browser Chrome soll in Zukunft mit einem eingebauten, standardmäßig aktiven Adblocker angeboten werden." (Wikipedia)

Das Beispiel: Facebook

Ich halte mal fest: Was den einen nur nervt, ist dem anderen Lebenselexier. Das Beispiel: Facebook. Kaum schalte ich den PC ein, meldet es sich: Es seien 96 (in Worten: sechsundneunzig!) Mitteilungen vorhanden. Wann um Himmels willen soll ich die auch nur lesen? Geschweige denn, dann auch noch beantworten bzw. selbst was schreiben? Aber wie angedeutet – andere finden diese Geschäftigkeit, dieses Sich-Tummeln auf den Facebook-Seiten wahrscheinlich toll. Was soll man da sagen, wenn es nicht etwas langweiliges Relativierendes sein soll? Mir fällt nichts ein. Dafür kommt der nächste Kritikpunkt wie von alleine in den Kopf: Der Begriff Freund, wie ihn Facebook kreiert hat, ist einigermaßen aberwitzig. „Bei Facebook mit jemandem befreundet sein“ ist quasi das Gegenteil von dem, was man früher einmal unter Freund und Freundschaft verstanden hat.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

"Finis Germania"

Kopie, DIE ZEIT:

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""Finis Germania" : Hauptsache, Kampf Die Kritik an der liberalen Gesellschaft, die Rolf Peter Sieferle in seinem Skandalbuch "Finis Germania" ausbreitet, gehört zum Arsenal der internationalen Rechten. Von Thomas Assheuer 22. Juni 2017, 20:51 Uhr Editiert am 22. Juni 2017, 20:51 Uhr 362 Kommentare"

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Warum, um Himmels willen, kann man die anstehenden Themen und Konflikte nicht in aller Ruhe benennen und die verschiedenen Erwartungen und Sichtweisen nebeneinander stellen. Wir haben doch in Sachen Wahrnehmungspsychologie und epistemische Logik weiß Gott die tollsten Forschungen.

Hier also: Sieferle / AfD vs. Göring-Eckardt / Multikulti: Die einen erwarten eine bunte, fröhliche Gesellschaft mit fruchtbaren kleinen Reibereien, die anderen den Religions- oder Bürgerkrieg im August 2072, am 500. Jahrestag der Bartholomäus-Nacht. Je nach eigenen Voraussetzungen erwartet der eine das, die andere das andere.

Bleibt: Was spricht für das eine, was für das andere? Eigentlich sollte doch der Deutschunterricht, "Erörterung" > These / Antithese > Synthese das Rüstzeug bereitstellen. In der Praxis bleiben Syn und Anti schön in ihren Peer-groups. (zeit.de)

"Ihr Körper zitterte vor Erregung"

Notizbuch:

Der NEON-Dreier | Wenn mein Escortjob zur Therapie-Stunde wird | Dilara wurde als Kind sexuell missbraucht und hat noch nie einen Orgasmus gelebt. Hilfe sucht sie sich bei einem professionellen Sex-Arbeiter. Von Pascal Schaefers || Zu Beginn küssten wir uns ausgiebig. Ihr Körper zitterte vor Aufregung und Erregung. || Manche Escortjobs haben einen therapeutischen Charakter. Nicht von vornherein, meist stellt sich das Problem erst nach einigen Treffen heraus. Kunden schämen sich für ihre Impotenz oder sind unsicher darin, das eigene Begehren auszudrücken. Ich habe mit der Zeit gelernt, damit umzugehen. Manchmal komme ich aber auch an meine Grenzen. Wie bei Dilara. ..." (stern.de)

"Ihr Körper zitterte vor Aufregung und Erregung". Na gut, das ist der Stil des Heftchenromans. Immerhin! Das werde ich mir merken müssen!

"Mein Zuhause ist der Himmel"

Notizen / Archiv:

"© AP/FR43398 AP || Dan Johnson hat sich das Leben genommen | Der republikanische Abgeordnete in Kentucky, Dan Johnson, hat sich in der Nacht auf Donnerstag das Leben genommen. Dies nachdem er zuvor Rücktrittsforderungen – auch seiner eigenen Partei –  abgelehnt hatte. Wie die Polizei mitteilte, hat er sich auf einer Brücke erschossen. Johnson wurde vorgeworfen, die damals 17-jährige Freundin seines Sohnes sexuell belästigt zu haben. Der Priester hatte die Vorwürfe noch am Dienstag in einer Medienkonferenz in seiner Kirche als «völlig falsch» und «politisch motiviert» bezeichnet. Wie der «Guardian» berichtet, postete der 57-jährige kurz vor seinem Tod einen Beitrag auf Facebook. «Ich kann das nicht mehr länger ertragen. Mein Zuhause ist der Himmel.»" (amü) (msn.com)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

"... bis zu acht Fremdsprachen!"

Schnell mal eine Fremdsprache lernen! In 14 Tagen! Welche Erfahrungen macht man da?

Ling Fluent – Lehre bis zu acht Fremdsprachen! Wissen mehrere Fremdsprachen erhöht den sozialen Status und die Macher diese innovative Lösung vollkommen darüber wissen. Dank der Bemühungen von Programmierern, Psychologen und Spezialisten im Bereich der Informationsbeschaffung Gehirn, wurde eine Plattform Ling Fluent erfahrungen, die zu meistern können bis zu acht europäischen Sprachen am häufigsten. Sind: Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Norwegisch, Schwedisch und Niederländisch. Ling Fluent – Lehre bis zu acht FremdsprachenWas ist das Geheimnis der Methode Ling Fluent? Der Schöpfer dieser einzigartigen Methode des Fremdsprachenunterrichts Ling Fluent Leo ist anders, Polyglott toll. Die Entwicklung Ihrer Methode, entdeckte er, dass das menschliche Gehirn nimmt die Worte, deren Bedeutung unbekannt ist. Dies lässt vermuten, dass es besser ist, zuerst zu sehen, ein neues Wort, nach dem hören in einem Satz, und erst am Ende erfahren, was es bedeutet. So lernen Kinder die Sprache, und es ist bekannt, dass in einem frühen Alter, wenn das menschliche Gehirn Informationen schneller absorbiert ...

Ach du lieber Gott! Wenn das Ergebnis so ist wie diese -- Übersetzung? Dann doch lieber nicht.

Sophia Doofchen Thomalla

Unwissenheit und latente Doofheit, die Sucht in den Zeitungen zu stehen? Alles zusammen?

"Thomalla hat sich für den Glücksspielanbieter Lottohelden als Gekreuzigte ablichten lassen. Der Slogan zum Bild lautet dem Zeitungsbericht zufolge "Weihnachten wird jetzt noch schöner" - ungeachtet dessen, dass das Bild des gekreuzigten Jesus für Christen in erster Linie auf den Karfreitag verweist. Das 28 Jahre alte Model sagte der 'Bild': 'Wenn man wie ich in einer Familie aus dem Osten aufgewachsen ist, dann ist die Kirche als Institution oft eben nicht so ein großes Thema wie für andere. Ich respektiere aber jeden, der seine Form des Glaubens lebt.'" (tagesspiegel.de)

Warum muss sie aber jetzt die vielen armen atheistischen Ossis mit in die eigene Doofheit rüberzwingen?! Und wenn man, weil aus dem Osten, nichts über "die Kirche als Institution" weiß, dann könnte man sich doch erst recht zurückhalten...

Sex sells...

Ich bin, glaube ich, nicht prüde. Aber wenn ich den Verdacht nicht loswerde, dass mit einer extremen Offenheit, gepaart mit Pseudonym, Aufmerksamkeit erreicht werden soll, dann möchte ich mich nicht  vereinnahmen lassen. Nun also, in der ZEIT. Ein Mann berichtet von einer HIV-Infektion. Vier Frauen, die in Frage kommen. Drei, die ihn angesteckt haben könnten. Oder doch auch die vierte?  Ich mag da nicht rechnen und prüfen. 

Dann wird es deutlich. Für mich: zu deutlich.

"Wie genau ich mich ansteckte, kann ich nicht sagen. Vielleicht hatte ich Risse in den Mundwinkeln, einen kleinen Schnitt an den Fingerkuppen."

Das hier ist nicht das Deutliche. Sondern das, war vorher da steht. Mein Onkel Franz sagt da für gewöhnlich: "Nun, so genau wollte ich es gar nicht wissen!"

Aber wer weiß, vielleicht ist das die neue, die zeitgemäße Offenheit? Die Kommentar legen das ja nahe. Wo liegt denn die Grenze zu Scham und Peinlichkeit? Und ich merke in einem Kommentar vorsichtig an: "Ist die Geschichte echt? Für mich klingt sie nach Scripted Reality. Nicht zu überprüfen, wie so vieles in diesen Tagen."

Montag, 11. Dezember 2017

"Du bist verrückt mein Kind..."

So, am Schluss meiner heutigen Presseschau: "Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin ..."

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Berlin – Drogenschmuggel und Sex mit Häftlingen: Anwältin vor Gericht SEX MIT HÄFTLINGEN Drogenschmuggel und Sex mit Häftlingen: Anwältin vor Gericht Eine Anwältin soll einen Gefangenen der JVA Moabit mit Drogen versorgt und laut einem Bericht mit mehreren Häftlingen Sex gehabt haben. 11.12.2017 || Im Komplex des Moabiter Kriminalgerichts, zu dem auch die JVA Moabit gehört, soll eien Anwältin Drogen an Häftlinge übergeben haben 

Im Komplex des Moabiter Kriminalgerichts, zu dem auch die JVA Moabit gehört, soll eien Anwältin Drogen an Häftlinge übergeben haben 

Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen die Strafrechtsanwältin Stephanie B. wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. B. wird vorgeworfen, Drogen in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit geschmuggelt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll die angeklagte Anwältin am 21. Dezember 2015 einem Häftling fünf Tabletten der Droge Tilidin übergeben haben und kurze Zeit später weitere 15 Pillen, berichtet die "Bild"-Zeitung (zahlungspflichtig). Das Opioid Tilidin ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel, das auch als Partydroge eingesetzt wird. Ziel sei es gewesen, das Mittel im Gefängnis "gewinnbringend" weiter zu verkaufen, zitiert die "Bild"-Zeitung aus der Anklageschrift. 

Medienbericht: Anwältin soll Sex mit Häftlingen gehabt haben Als Mitangeklagter sitzt auch der Häftling im Prozess auf der Anklagebank, sagte eine Sprecherin des Kriminalgerichts Moabit der Berliner Morgenpost. Er sei derzeit im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht. Doch damit nicht genug: Wie im Zuge der Ermittlungen herausgekommen sein soll, soll die Anwältin im Gebäude-Komplex des Kriminalgerichts Moabit Sex mit mehreren Mandanten gehabt haben, berichtet die Zeitung. Auf einem Video, das der Staatsanwaltschaft vorliege, soll Stephanie B. im Anwaltszimmer beim Sex mit einem Gefangenen zu sehen sein. Im selben Raum soll auch die Übergabe der Drogen stattgefunden haben. Der Prozess gegen die 39-jährige Juristin beginnt am 18. Dezember. (morgenpost.de)

Neues Verb: zurückpöbeln

Obwohl ich kein Fan von Til Schweiger bin, halte ich diese Meldung in Sachen "verbale Waffengleichheit herstellen" für wichtig.

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... Das Beste für den Schauspieler: Seit drei Wochen darf er mit richterlichem Segen zurückpöbeln. Das Landgericht Saarbrücken wies die Klage einer Frau zurück, die ebenfalls von Schweiger auf dessen Facebook-Seite „vorgeführt“ wurde – und darin eine Mobbing-Attacke gegen sich sah. (bild.de)

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Wer war eigentlich diese Frau, die glaubte gemobbt zu werden, nachdem sie vorher offenbar etwas Unpassendes gesagt hatte. – Ich suche und finde.

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Til Schweiger war nicht persönlich vor Gericht erschienen

Die Frau hatte Schweiger nach der Bundestagswahl gefragt, ob er nun Deutschland verlassen werde, wie er es vor der Wahl bei einem Einzug der AfD in den Bundestag angekündigt habe. Zudem schob sie den Satz hinterher: „Ihr Demokratieverständnis und Ihr Wortschatz widern mich an.“ Der Schauspieler antwortete ihr darauf „hey schnuffi...! date!? nur wir beide!?“

Das Gericht hatte das persönlichen Erscheinen von Schweiger angeordnet. Dieser hatte aber seine Anwältin Stephanie Vendt aus Hamburg geschickt. Das sei in Ordnung, ein Ordnungsgeld gegen Schweiger werde nicht verhängt, sagte Richter Jung.

Schweigers umstrittenen Eintrag am 28. September haben mittlerweile rund 2700 Besucher auf der Facebookseite des Filmstars mit „Gefällt mir“ gekennzeichnet. Es gibt aber auch etliche kritische Anmerkungen. „Die Filme (von Schweiger) finde ich klasse, keine Frage. Aber private Nachrichten öffentlich darzustellen geht gar nicht“, schreibt eine Frau. Oder eine andere: „Private Nachrichten zu veröffentlichen, ist eine Straftat. Das gilt auch für Prominente.“ (dpa)

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Das mit der Straftat am Schluss, das ist wieder so eine Sache für das „Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden“, um es mal auf juristisch-geschwurbelt auszudrücken. Wenn demnächst ein Erpresserbrief oder eine bodelose Beleidigung für mich kommt, dann darf ich solcherlei offenbar nicht veröffentlichen, weil der ja private Nachrichten an mich war.

Die Dogon und Sirius B

Notizen


In den antiken Kulturen war dieser auffallende Stern häufig ein zentrales Objekt der Verehrung. Im alten Ägypten schenkten Priesterastronomen ihm ihre ganz besondere Aufmerksamkeit. Denn damals fiel der Frühaufgang des Sirius mit dem Eintreten der bedeutsamen Nilschwemme zusammen: Nach einer jahreszeitlich bedingten Unsichtbarkeitsperiode von 70 Tagen zeigte sich Sirius am Morgenhimmel kurz vor Sonnenaufgang, um unmittelbar darauf im Tageslicht zu verblassen. Sobald er wieder erstmals am Morgen ausfindig gemacht werden konnte, wussten die damaligen Sternkundigen, dass der Nil nun beginnen würde, über seine Ufer zu treten.

In Mali findet ein ganz besonderer Siriuskult statt: Der Dogon-Stamm, dessen astronomisches Wissen aus Ägypten zu stammen scheint, verehrt nämlich nicht den hellen Sirius A, sondern seinen erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Sirius B, einen winzigen weißen Zwergstern, der seine grell strahlende Hauptkomponente alle 50 Jahre einmal vollständig umkreist und über 10 000 Mal lichtschwächer ist.

Die Dogon feiern ihren Sirius-B-Kult offenbar bereits seit Jahrhunderten und sprechen sogar noch von weiteren Begleitobjekten im Sirius-System. Woher sie ihr Wissen wirklich bezogen haben, kann niemand sagen, denn auch die alten Ägypter können nach konventioneller Auffassung keine Ahnung von Sirius B gehabt haben.

https://www.pravda-tv.com/2014/10/sirius-verehrung-im-altesten-tempel-der-welt/

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Spekulationen zum astronomischen Wissen der Dogon

In der westlichen Welt wurde die Aufmerksamkeit auf die Dogon gelenkt, als der französische Ethnologe Marcel Griaule und seine Schülerin Germaine Dieterlen während einiger Forschungsreisen ab den 1930er Jahren meinten, Hinweise darauf gefunden zu haben, dass die Dogon Wissen über den Stern Sirius B besitzen. Dieser sehr lichtschwache Begleiter von Sirius kann jedoch nur mit modernen Instrumenten beobachtet werden. In dem 1977 erschienenen Buch „Das Sirius-Rätsel“ stellte der Autor Robert Temple, auf Grundlage der Arbeiten von Griaule und Dieterlen, die pseudowissenschaftliche Hypothese auf, dass dieses angebliche Wissen den Dogon vor langer Zeit durch außerirdische Besucher vermittelt wurde.] Diese Hypothese ist eine der Säulen, auf die die Prä-Astronautik ihre Argumentation stützt, Besucher aus dem Weltall hätten die Erde in der Vergangenheit besucht und in die kulturelle Entwicklung des Menschen eingegriffen. Griaules Angaben konnten jedoch von anderen Forschern nicht bestätigt werden (Walter van Beek, 1991; Ortiz de Montellano, 1996). Detaillierte Nachforschungen von Markus Pössel und Klaus Richter zum Sirius-Rätsel der Dogon ergaben, dass es kein Sirius-Rätsel bei den Dogon gibt. Der belgische Ethnologe Walter van Beek hatte durch jahrelange Studien bei den Dogon herausgefunden, dass Marcel Griaule die Befragung der Dogon methodisch fehlerhaft durchgeführt und so Informationen bei den Dogon suggeriert hat. Astronomen haben darüber hinaus das angeblich komplexe System des Sirius nicht bestätigen können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dogon#Spekulationen_zum_astronomischen_Wissen_der_Dogon

Schwertwale

Ich, wie andere offenba rauch, dachte, dass der Weiße Hai an der Spitz der Nahrungskette steht. Aber offenbar: Weit gefehlt!

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30.06.2017 | KAMPF DER GIGANTEN. Schwertwale haben es auf Haiorgane abgesehen Vor der südafrikanischen Küste stehen normalerweise Weiße Haie an der Spitze der Nahrungskette. Doch wurden sie selbst zu Gejagten. Von Daniel Lingenhöhl | Seit Ende Mai 2017 geht etwas Mysteriöses an der Küste von Fraanskral in Südafrika vor: Insgesamt vier Kadaver von Weißen Haien wurden seitdem an den Strand gespült – deren Leber präzise entfernt worden war. In zwei Fällen fehlten zudem die Herzen der Raubfische, und dem letzten der Opfer wurden auch der Magen und die Hoden weggefressen. Das zeigte eine Autopsie durch die Biologin Alison Towner vom Dyer Island Conservation Trust. Der Kadaver war 4,1 Meter lang, doch wurde auch schon ein knapp fünf Meter langes Weibchen Opfer einer derartigen Attacke – es war der bislang größte Weiße Hai, der in Südafrika seziert wurde. Was attackiert in dieser Region Weiße Haie, die hier eigentlich an der Spitze der Nahrungskette stehen? (spektrum.de)

BP (Born und Pauli)

Max Born wurde vor 135 Jahren geboren. Darauf weist Google heute hin. Ich muss sofort, sehr spontan an die 137 denken.

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Rezension | 19.07.2011 Die mystische Zahl | Wolfgang Steinicke || Was sagt Ihnen die Zahl 137? Wahrscheinlich nichts. So alt wird kein Mensch, der Hartz-IV-Satz liegt zum Glück darüber, es ist nicht das Jahr irgendeiner berühmten Schlacht und sicher auch nicht die Geheimnummer von Lady Gaga. Für den in Österreich geborenen Wolfgang Pauli, einen der bedeutendsten theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts, war sie aber Bestandteil seiner physischen Probleme. Die 137 verfolgte ihn in seinen Träumen – und er träumte viel und intensiv. Vom Unterbewusstsein gequält, begab er sich schließlich in psychoanalytische Behandlung. | Pauli suchte keinen Geringeren auf als den Schweizer Carl Gustav Jung, Freuds Widersacher und Begründer der Archetypenlehre. Die ominöse Zahl verfolgte ihn bis in den Tod: Er starb im Krankenhaus vom Roten Kreuz in Zürich – in Zimmer 137. Als Pauli dort am 5. Dezember 1958 mit starken Magenschmerzen eingeliefert wurde, stöhnte er: "Es ist die 137! Hier komme ich nicht mehr lebend heraus." Die Zahl und ihr Analytiker stehen nun im Mittelpunkt des Buchs "137 – Carl Gustav Jung, Wolfgang Pauli und die Suche nach der kosmischen Zahl" von Arthur I. Miller. (spektrum.de)

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Gibt es in zwei Jahren dann die quantenmechanische Sensation? Ich will es jedenfalls hier schon einmal vermutet haben!

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Ach ja, ein Zuschlag -- ein Nachtrag zur Erläuterung:

Was ist nun das Besondere an dieser Zahl? Zunächst einmal geht es nicht um eine Ganze Zahl im Sinn der Mathematik sondern um einen physikalischen Wert. Genauer muss es 137,035999 heißen, und eigentlich ist sogar der Kehrwert davon gemeint. Es handelt sich um die berühmte Feinstrukturkonstante α ≈ 1/137, die in der Theorie der Atomspektren auftritt. Das Besondere: α ist dimensionslos, also ein reiner Zahlenwert ohne Einheit wie zum Beispiel Zentimeter oder Kilogramm. Die Zahl ist das Ergebnis einer eigentümlichen Kombination der drei Naturkonstanten e (elektrische Ladung), h (Wirkungsquantum) und c (Lichtgeschwindigkeit). Sie verknüpft also Quantentheorie (e, h) und Spezielle Relativitätstheorie (c) und ist daher ein zentrales Element der Relativistischen Quantenmechanik. Wolfgang Pauli und Werner Heisenberg haben diese Theorie (Quantenelektrodynamik) in den 1930er Jahren begründet. Es ist also kein Wunder, dass die Feinstrukturkonstante Pauli stark beschäftigt hat. Leider gelang es ihm nicht, ihren Wert aus tieferen Prinzipien abzuleiten. Das Problem ist nach wie vor offen.

Birkenstock kündigt Amazon

Sage keiner, BILD habe keine interessasnten Meldungen!

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SCHUH-HERSTELLER IST SAUER | Birkenstock kündigt Amazon || TANJA TRESER, veröffentlicht am 10.12.2017 || Die Mail kam am Freitagmorgen. „Wir haben beschlossen, zum 1. Januar 2018 die direkte Belieferung von Amazon in Europa komplett einzustellen“, schreiben die Chefs des Schuhherstellers Birkenstock, Oliver Reichert und Markus Bensberg, ihren 3500 Mitarbeitern. Begründung: „Auf der Amazon-Plattform in Europa mussten wir weitere Markenrechtsverletzungen feststellen.“ Im Klartext: Amazon vertickt billige Birkenstock-Kopien – zum Schaden des Markenherstellers. | Das „Angebot von Produktfälschungen“ bei Amazon widerspreche einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, so das Birkenstock-Duo. „Der weltweit größte Online-Händler ist nicht mit dem nach unseren Maßstäben erforderlichen Engagement an einer vertrauensvollen Beziehung und dem Schutz unserer Kunden vor Irreführung und Täuschung interessiert.“ Im Sommer 2016 hatte Deutschlands größter Schuhhersteller bereits die Belieferung von Amazon in den USA eingestellt. Der Internet-Riese versuchte deshalb, sich bei US-Händlern mit den Schuhen einzudecken – und so den Lieferstopp zu umgehen. ... Für Europa hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das am Mittwoch unterbunden. Anbieter von Luxusprodukten können ihren Vertragshändlern jetzt verbieten, die Waren über eine Drittplattform wie Amazon zu verkaufen – um das Luxusimage der Waren sicherzustellen, so begründete der Gerichtshof sein Urteil. Zwischen April und Juli 2017 hatte Birkenstock den Online-Riesen mehrfach auf Anbieter Produktkopien hingewiesen. „Doch anstatt dem kriminellen Treiben von Marken- und Produktpiraten auf dem Marketplace konsequent ein Ende zu setzen, schaut Amazon weg oder wird nur auf unser Drängen hin aktiv“, empören sich die Firmenchefs. „Aus der Zusammenarbeit mit anderen Online-Händlern wissen wir, dass es technisch und organisatorisch möglich ist, derartigen Verstößen einen Riegel vorzuschieben – vorausgesetzt der Wille ist da.“ (bild.de)

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Jetzt fragen wir uns: Muss Amazon wirklich überprüfen, ob ein Schuh echt ist? Aber wer soll es denn prüfen, wenn nicht der Original-Hersteller, der ja das größte Interesse hat. Oder doch die Polizei? Nur -- wo kommen wir da hin? Dann verlangen die, bei denen eingebrochen wurde oder: werden könnte, dass vor ihrer Haustür ein Polizist steht.

Also -- kann Birkenstock nicht die Anbieter von Fälschungen verklagen, egal wo sie ihren Firmensitz haben? Oder eben ein Zertifikat entwickeln, das fälschungssicher ist. Oder eben doch: die Schuhe über das Interenet zertifizieren, so wie Computerprogramme.

Das mit dem Nicht-Beliefern ist auf der anderen Seite ok. Da muss jeder sehen, wo er bleibt.

Erinnert mich aber daran, dass Spanien auch mal Geld von Google News wollte. Gooogle, das mit seiner News-Seite angeblich kein Geld verdieht, hat schlichtweg in Spanien die Seite zugemacht, zum Schaden für die Zeitungen.

Das Streiflicht der SZ, heute

Notizbuch:

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Glosse ~ ||  (SZ) Manche Geheimdienste beschäftigen Tausende Agenten; das zahlt sich natürlich aus. So hat die CIA zehn Jahre lang immer wieder herausgefunden, dass der Vietnamkrieg praktisch schon gewonnen ist. 2003 gelang es den US-Spionen dank ihrer speziellen Fähigkeiten, im Irak Massenvernichtungswaffen festzustellen, die es gar nicht gibt. Die russischen Kollegen sind, durch die Erfahrung vieler Jahrzehnte, sogar in der Lage, Feinde und Verräter im eigenen Land zu identifizieren, die selber gar nicht wussten, dass sie Feinde und Verräter sind. Da können kleine Länder nicht mithalten. Die Schweiz scheiterte kürzlich mit dem Versuch, einen Maulwurf in der deutschen Steuerfahndung zu platzieren; das ist ohnehin nicht einfach für einen Staat, in dem Maulwurf "Schäärmuus" heißt und umwerben "scharwänzle", weil keiner der umscharwänzelten Schäärmuuse je begreifen wird, was diese Leute aus Bern eigentlich von ihm wollen. Diese Codewörter hat übrigens der deutsche Militärische Abschirmdienst entschlüsselt, dem es in einer abenteuerlichen Counter Insurgency-Operation gelang, sich eine Ausgabe der Aargauer Zeitung mit dem Beitrag "Von Rääbebabbe über Schmötzli bis zwängere - Leserinnen und Leser schicken Mundartwörter aus dem Aargau ein" zu beschaffen. (sueddeutsche.de, Abonnenten)

An die Spitze der Restaurant-Charts

Notizbuch. Reihe: Hoaxes und Witziges:

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7. Dezember 2017. Hoax auf Tripadvisor || Wie ein Brite seinen Schuppen an die Spitze der Restaurant-Charts mogelte || Er narrte die Seite Tripadvisor und hatte plötzlich das angesagteste Lokal Londons - das gar nicht existierte. Auf der Karte: lecker Rasierschaum an Ketchup. Von Cathrin Kahlweit, London -- Oobah Butler ist ein Hacker. Aber während Internet-Hacker in fremde Systeme einbrechen, mogelt sich der 26-Jährige mit Tricks durchs wirkliche Leben. "Life Hacks" heißt diese lustige Disziplin auf Englisch, und Butler, britischer Journalist, ist ein Meister darin. Auf kleinen Videos gibt er Anleitungen, wie man zu viert ein Buffet leer essen kann, aber nur einmal zahlt. Oder wie man sich - in einem Koffer - ins Kino tragen lässt, um kein Ticket kaufen zu müssen. Jetzt hat Butler den Life Hack auf die Spitze getrieben: Er hat ein Restaurant, das es gar nicht gab, auf der Touristikwebsite Tripadvisor zur Nummer eins der Restaurant-Empfehlungen für London gemacht. Und zum Schluss, als Krönung der Aktion, servierte er echten Gästen in einem Gartenschuppen Fertigmahlzeiten. Die waren begeistert. Der Glaube an das Internet und die Sehnsucht nach dem Einzigartigen machten es möglich. (sueddeutsche.de)

Die Wikipedia und ...

eine gutaussehende Politikerin.

Ich habe das eben im Wikipedia-Café zur Diskussion gestellt. (Dort auch mit Links.) Ich bin mal gespannt!

[ Nachtrag: Irgendwann werde ich auf Ashley Alexandra Dupré zurückommen müssen, die es in der englischen Wikipedia gibt. Mein Artikel, den ich in der deutschen Wikipedia geschrieben hatte, wurde ganz schnell und rückstandsfrei getilgt. Immer wieder zu beobachten: dieses Am deutschen Wesen soll die Welt genesen! bzw. Was andere machen, interessiert uns nicht! Das sollte auch mit herausgestellt werden. ]

Ich kämpfe seit einiger Zeit dafür, dass die Wikipedia realistischer werden soll. In diesem Sinne: Viele Dinge werden in der WP nicht an- und ausgesprochen, weil sie einem bildungsbürgerlichen Normbegriff zufolge als irrelevant oder einfach als Igitt! gelten. Daneben steht aber der Relevanzbegriff des normalen klatsch-, tratsch- und yellow-press-verliebten Volkes. (Wer legt eigentlich fest, ausgestattet mit welcher Legitimation, dass die Yellow-Press-Themen nicht Teil des Lebens und der Informationswelt sein dürfen?!) -- Im vorliegenden Fall: AS wird gerne mal, und ja doch zurecht, als eine besonders gutaussehende Politikerin herausgestellt. Ich plädiere also dafür, dass so etwas in diesem Artikel erwähnt wird. Bevor ich einen entsprechenden Satz formuliere, stelle ich diese Ansicht hier erst mal zur Diskussion. Bitte bei der Formulierung von Widerworten meine Eingangssätze nicht überlesen!

Jerusalem, capital of Israel?

Bei Anne Will gestern und in allen Zeitungen: "Wie stehen Sie zu dem, was oben in der Titelzeile gesagt ist?" Gegen Trump sind sie alle. Manche schicken das ihren Statements voraus. Aber dann hört man erstaunlich oft: Die De-facto-Nicht-Anerkennung Jerusalem ist Hauptstadt Israels, von den vergangenen US-Präsidenten beschlossen, aber nicht umgesetzt, hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gar nichts geführt. Vielleicht ergibt sich aus dem Schock jetzt, wenn erst mal die zu erwartende und obliatorische und damit abgenutzte Intifada-Welle wieder abgeklungen ist, ein neuer politischer Ansatz für eine Friedenslösung.

Die Leser-Kommentatoren in der ZEIT, beispielsweise hier, urteilen natürlich unterschiedlich. Doch auch hier findet man erstaunlich viele Einlassungen mit Palästinenser-kritischen Tönen. Richtung hier: Ein IPhone auf dem Bild, in den Händen einer jungen schreienden Palästinenserin. Aber natürlich gegen die USA schreien. Lange Diskussion: Ist das überhaupt ein Iphone? Dann: Ja, doch. Ist es. Die Meinung bildet sich langsam: Die Palästinenser, wie die Araber überhaupt, sind USA-kritisch, aber übernehmen alles, was als Moden aus den USA kommt.

Weiter viele Meinungen dieser Art: Die Palästinenser sollten erst mal -- wie die Israelis -- was leisten in der Welt von heute, anstatt nur immer rumzujammern und von den internationalen Hilfsgeldern zu leben. Wo seien beispielsweise die Felder, die die Palästinenser durch Tröpfchen-Bewässerung der Wüste abtrotzten, wo die palästiensischen High-Tech-Unternehmen, die die Welt mit Ideen versorgen?

Oder sehe ich das mit den Kommentaren falsch? Weil ich da meine eigene Meinung gespiegelt sehe?

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Psychologinnen

"Psychologin warnt: Weihnachtsmusik kann krank machen!" 3. Dezember 2017. 13:00 Alina Nöth (noizz.de)

Das Christkind warnt: "Psychologinnen können sehr, sehr krank machen! Machen Sie besser einen Bogen um deren Praxen!" (krankmachende-psychologen.de)

Die SPD: Wohin soll sie sich wenden?

Rüber gezogen, wieder einmal, aus den ZEIT-Kommentaren.

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BDLB #129 Tja, ich finde, nachdem ich mich durch 128 Kommentare durchgelesen habe, dass hier vieles und vor allem das Wichtige auf den Punkt gebracht wird: 1. Die SPD weiter nach links rücken geht so recht nicht, weil da schon die Linke ist. 2. Viele Probleme, die die Bürger umtreiben, hat ratzfatz die AfD okkupiert. Die sogenannten „Abgehängten“ sehen inzwischen in der AfD das Original, dem die Kopien der anderen Parteien hinterher laufen. 3. Es gibt etwas ganz Vages und Dubioses, das man immer mit Zeitgeist, Trend oder Mode zu erfassen sucht. Die Parteien merken es – hier geht es nicht nur um die SPD – immer erst wenn es zu spät ist: Sie sind einfach plötzlich nicht mehr trendy und modern.

Ja, wir bräuchten mehr soziale Gerechtigkeit. Viele Dinge lassen sich auch einfach fassen. Wer Vollzeit arbeitet, muss, egal was er tut, von seiner Arbeit auskömmlich leben können. Wer Kinder hat, muss einen entsprechenden Mehrwert bekommen, der seine Kosten und Leistungen einigermaßen ausgleicht. Wenn jemand alt wird und in Rente geht, muss er, natürlich auch sie, von der Rente leben können. Wenn jemand pflegebedürftig wird, dann sollte er nicht in ein Altenheim geschoben werden, das aus Rumpelkammern besteht, verwaltet von überforderten Pflegerinnen und Pflegern. Und, weil der Sinn für Gerechtigkeit auch immer auf den Kontrast sieht: Der obere Teil der Gesellschaft darf sich nicht einfach auf Kosten des anderen Teils mehr oder weniger selbstverständlich und also schamlos bereichern.  #129.1 ... – So, und jetzt fragen wir uns, welche der Parteien diese doch sehr schlichten Forderungen auch tatsächlich umsetzen kann, umsetzen wird.

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Das steht dann, bereinigt von Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, und später noch ein wenig ergänzt, hier. Also HIER.

"Macht und Größenwahn"

Notizbuch:

Es geht um Macht und Größenwahn Seite 7 — Dirty young men || Auch Jeff Vespa wusste es. Schon vor etwa fünf Jahren erfuhr er, dass Harvey Weinstein Rose McGowan vergewaltigt hatte. "Und dennoch habe ich weiter für ihn gearbeitet. Seit dem Tag fühle ich mich wie ein Stück Scheiße", sagt Vespa. Schon zuvor hatte Vespa auf dem Filmfest in Cannes gesehen, wie eine Frau mit Harvey Weinstein Oralverkehr hatte. Die französische Schauspielerin Judith Godrèche erzählte ihm, Weinstein habe sie sexuell belästigt. "Es gibt so viele von diesen Vorfällen", sagt Vespa. (zeit.de)

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Ohne Sympathie, denn um die geht es wirklich nicht, sehe ich auf die zunehmende Zahl der Täter, und denke, dass ein Aspekt kaum jemals wirklich zur Sprache gebracht und vollständig gewürdigt wird: Sexualität hat etwas Instinkt, Macht, Machtausübung und, ja auch: Sucht zu tun. Und während jedem Junkie in dieser Gesellschaft viel Verständnis entgegengebracht wird – es geht ja schließlich um so etwas wie eine Krankheit –, werden diese Täter für nicht-süchtige Kriminelle gehalten. Wir hätten vielleicht viel gewonnen, wenn wir Weinstein und Levine zumindest versuchsweise einmal als mächtige Kranke ansehen würden. Dann ließe sich auch das Verdienst und die Fähigkeit viel leichter von den Untaten trennen; denn natürlich kann ein Alkoholiker ein großer Künstler oder ein fantastischer Organisator sein.

James Levine. Etc.


"James Levine. Met suspendiert Stardirigenten nach Missbrauchsvorwürfen | Die New Yorker Metropolitan Opera hat die Zusammenarbeit mit ihrem Dirigenten ausgesetzt. Gegen Levine wird wegen einer Reihe von Missbrauchsvorwürfen ermittelt. 4. Dezember 2017, 4:38 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AP, ces | 212 Kommentare

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Mein Kommentar eben:

Also, ich kann mir nicht helfen: In dieser neuesten Sexismus-Debatte verbirgt sich eine riesengroße Ungereimtheit! Diese Ungereimtheit geht so: Da ist auf der einen Seite – das sehr sinnvolle – angehen gegen Übergriffe, und auf der anderen Seite wird mit keinem Wort zum Thema gemacht, in welch übersexualisierter Gesellschaft wir leben. Aus einer Zeit in den 1960 er Jahren, in der die Gesellschaft prüde und verklemmt war, sind wir in die große Offenheit übergegangen. Unter Erwachsenen, Männlein und Weiblein, in welcher Zahl und Mischung auch immer, ist, zumindest angeblich, alles erlaubt und Sex wird zu einer wollüstigen Sportart; und in diesem weiten Dschungel der Pansexualität gibt es der allgemeinen Auffassung nach nur noch zwei Zonen die es auf jeden Fall zu meiden gilt: den Sex mit Kindern und die Übergriffikeit der Mächtigen. (Wobei in den meisten Fällen eben die Männer die Mächtigen sind und die Frauen die Ohnmächtigen.) Was ich mich aber frage: Hat nicht vielleicht der Dschungel ringsum doch etwas mit diesen beiden Exklaven zu tun?

Die Sache mit der Demokratie 2

Die Diskussion im Wikipedia-Café hat sich prächtig entwickelt. (Später im Archiv.)

Hier, herausgegriffen, die vorläufigen Einlassungen am Ende: Mister Burns gegen mich, und ich gegen Mister Burns.

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Die Revolution wird irgendwann kommen, davon bin ich überzeugt. Und ob und wann sie kommen wird, wird auch nicht von Intellektuellen wie uns abhängen. Sie wird kommen, weil der Kapitalismus nachhaltig nicht funktionieren kann (unbeschränktes Wachstum bei beschränkten Ressourcen usw.), andererseits die Kapitalisten auf Kosten der Arbeiterklasse versuchen werden, den Kapitalismus möglichst lang zu erhalten. Und das wird ihnen auch bis zur Revolution gelingen, weil sie eben die herrschende Klasse sind. Irgendwann wird es den Arbeitern so schlecht gehen, dass ihnen reicht und sie werden dagegen rebellieren. Ich denke die Aufgabe der Intellektuellen ist es, in dieser Phase die Arbeiter in die richtige Richtung zu lenken (nicht mit Zwang, sondern mit Propaganda). Natürlich wird es auch viele Gegner geben, es gibt keine Revolution ohne Konterrevolution. Aber die gab es auch bei der Oktoberrevolution, die ja kurzfristig erfolgreich war, auch wenn sie langfristig leider zum Stalinismus geführt hat. Ich hab auch nie behauptet, dass die Revolution automatisch erfolgreich sein wird. Aber es wird wichtig sein, dass man auf die Konterrevolution richtig reagiert (entschlossen und hart gegen die Konterrevolutionäre, aber nicht überzogen, vor Allem sollte man die demokratischen Strukturen in der Arbeiterschaft und der revolutionären Partei nicht aussetzen, um eine Neuauflage des Stalinismus zu verhindern). --MrBurns 19:01, 6. Dez. 2017 Ausgebaut --MrBurns 19:15, 6. Dez. 2017


@MrBurns "Die Revolution wird irgendwann kommen, davon bin ich überzeugt." Ich habe den Beitrag tatsächlich mit einem Onkel, der bei mir die Rolle des Gewährsmanns für 1968er-Fragen spielt, durchgesprochen. Zuerst einmal hat mein Onkel herzlich gelacht, dann hat er gemeint: Das sei eine Meinung, die er heute nicht mehr für möglich gehalten habe. 1968-1972 sei das natürlich an jeder Ecke zu hören gewesen. Er, der ewige Liberale, habe damals schon versucht, dagegen anzuargumentieren; aber die Zeit sei für seine Vernunft einfach nicht gemacht gewesen. Immerhin habe es sich doch aber gezeigt, dass 1. „das Volk“, das ja doch immer eine gewisse Rolle spiele, bei diesen Revolutionsfantasien schlichtweg nicht mitmache, und dass die ewige Hoffnung es gäbe irgendwann doch den „endgültig guten Sozialismus, den idealen Endzeit-Kommunismus gar“ – diese Hoffnung würden echte Utopisten natürlich immer haben; wenn aber irgend etwas sich in der Geschichte erwiesen habe, dann: dass die großen Revolutionäre zugleich die großen Diktatoren und Mörder seien. Man nenne ihm, sagt mein Onkel, eine Revolution – eine echte, große Revolution, die nicht entweder im Chaos oder in der Diktatur geendet habe. Und, das sei eine eherne Regel: man dürfe nur das Reale mit dem Realen und das Ideale mit dem Idealen vergleichen. Einen idealen Kapitalismus, so aus der Fantasie heraus, den könne man natürlich ebenfalls entwerfen. Da würde dann viel von der Freiheit des einzelnen, von Selbstverwirklichung und von der Freiheit der Argumentation, mit der sich andere überzeugen lassen, die Rede sein. Denn wenn wir unterm Strich ehrlich sind: Bei aller Kritik, im Wettstreit der großen Systeme: menschlicher war den vergangenen 100 Jahren der Kapitalismus, in dem es Meinungs- und Pressefreiheit gegeben hat. 12:21, 7. Dez. 2017

Dienstag, 5. Dezember 2017

Bitcoin-Elektrizität

Notizbuch:

Bitcoin ist mal wieder in aller Munde. Das Folgende eher weniger. Dabei gehört es auch zur "Vergesellschaftung der Verluste", wie sonst bei den 'normalen' Banken auch:

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Eine Bitcoin-Transaktion verbraucht mehr Strom als ein Einpersonenhaushalt im Monat || 03.11.2017, 14.06 Uhr || Das Bitcoin-Hoch erfreut Anleger, führt aber auch zu einem gesteigerten Energieverbrauch. Tatsächlich verbrauchen Bitcoin-Miner mittlerweile mehr Strom als viele Nationen dieser Erde. Der Bitcoin-Hype und die Folgen für die Umwelt Am gestrigen Donnerstag, den 2. November 2017 hat Bitcoin erstmals den Wert von 7.000 US-Dollar erreicht. Das erfreut Investoren, aber auch die Miner, welche die Kryptowährung durch die Lösung komplexer mathematischer Formeln auf ihren Computern schöpfen. Denn: Je höher der Wert, desto ertragreicher ist das Mining. Dafür wird jedoch eine ganze Menge Rechenkapazität benötigt, was wiederum durch einen hohen Stromverbrauch bezahlt wird. Nach Schätzungen von Alex de Vries beläuft sich der Stromverbrauch für Bitcoin-Mining weltweit auf mittlerweile 24,52 Terawattstunden jährlich. Das entspricht in etwa dem jährlichen Energiebedarf von Nigeria, einem Land mit mehr als 185 Millionen Einwohnern. Um nicht ganz so weit in die Ferne zu schweifen: Der durch Bitcoin-Mining verbrauchte Strom würde ausreichen, um fast 22 Prozent des gesamten jährlichen Energiebedarfs der Niederlande zu decken. (t3n.de)

Die Sache mit der Demokratie 1

Mal im Wikipedia-Café eingeworfen:

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Aus meiner Reihe: Über die allmähliche Verfertigung der Überzeugungen beim dialogischen Schreiben. || Vorweg: In der Wikipedia sind natürlich die Leuchten der Gegenwart versammelt. Also: Die Wikipedia-Schreiber und insbesondere die Besucher dieses Cafés nehme ich von meinen Überlegungen hier selbstverständlich ausdrücklich aus. -- Dann stelle ich die Frage: Ist die westliche One-Man-One-Vote-Repräsentativ-Demokratie der Weisheit letzter Schluss? Die zwei großen und komplex-langen Stichworte vorweg, durch die ich auf diese Frage gekommen bin:


"Im Gegensatz zu allen anderen deutschen Fußballvereinen räumt RB Leipzig seinen Anhängern keine offizielle Möglichkeit ein, stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Nach Angaben des damaligen Geschäftsführers Ulrich Wolter strebe RB Leipzig nicht die hohen Mitgliederzahlen anderer Klubs an. Laut Wolter seien Vereine, in denen Fans aus der Ultra-Szene Strukturen geschaffen haben, nicht im Sinne des deutschen Fußballs, und man wolle sich solchen Zuständen absolut entziehen." (Wikipedia)

Vorher hatte ich eine Zeitungmeldung gelesen:



"Fußball, Bundesliga: Klubpräsident Klaus Hofmann von Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat kräftig gegen den Vizemeister RB Leipzig gewettert. "Leipzig darf keine Lizenz bekommen. Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein", sagte Hofmann, 50, auf der Mitgliederversammlung des FCA am Montagabend." (rp-online.de) 11:46, 5. Dez. 2017


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Der Weisheit letzter Schuss, wie immer der auch aussehen mag, wird von einer anderen Spezies als dem homo sapiens kommen.--Kmhkmh 11:56, 5. Dez. 2017

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Schön gesagt! -- Nachtrag. (Wollte ich schon immer mal schriftlich haben! Also eben verschriftlicht.) Volker Pispers, der meines Wissens Chez Henri inzwischen nicht mehr bringt, wegen, wie er meint, Beifalls von der falschen Seite:


(Mit französischem Akzent zu lesen) "'Ich bin Faschist. Ich steh dazu. Für mich ist der Faschismus zunächst einmal antidemokratisch. Oui, je suis anti-democrate. Ich habe keine Lust, mein Leben von Mehrheitsentscheidungen abhängig zu machen. Sie doch auch nicht, Monsieur! Wenn sie ehrlich sind. Hm? Monsieur! Sind Sie wirklich der Meinung, dass jemand, der zu blöd ist für die Auptschulabschluss, dass der die gleiche Stimmrecht haben soll ich Sie?! Das können Sie Ihrem Friseur erzählen, Monsieur! Das hat schon ihre alter Schiller geschrieben: „Die Mehrheit ist Unsinn. Vernunft ist nur bei wenigen zu suchen.“* Vox populi, vox Rindvieh. Ich bitte Sie! Zeigen Sie mir eine Bereich – zeigen Sie mir eine Bereich in Ihre zentrale demokratische Alltag, wo Sie nach dem Mehrheitsprinzip entscheiden! Wo machen Sie das mit dem Mehrheitsentscheidungen, he? In die Familie? Üben Sie das da mit die Kinder? Mehrheitsentscheidung? Ertragen Sie das, wenn Sie in die Minderheit sind? Oder aben die deutschen Familien deshalb nur eine Kind, damit das funktioniert mit die Demokratie? Wo machen Sie das mit die Mehrheitsentscheidungen? In die Schule? Bei Ihnen an die Arbeitsplatz? Oder irgendwo? Mehrheitsentscheidungen? Wir sind doch nicht blöd! Wählen dürfen Sie. Ah, oui. Alle 4 Jahre. Sie dürfen die Demokratie zu Kreuze kriechen. Wahlen ändern nichts. Sonst wären sie verboten.'" (Youtube, ab Minute 7:20).

* "Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet." (Schiller, Der Reichstag zu Krakau)

12:25, 5. Dez. 2017

Wie wird, hier und sonst, 'ganze' verwendet?

Aus den ZEIT-Kommentaren:

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Was rein Sprachliches:

"Ganze 42 Jahre lang war Glaser Mitglied der CDU, lange war er Stadtkämmerer in Frankfurt am Main."

Wie wird, hier und sonst, 'ganze' verwendet? Die traditionelle Verwendung war jedenfalls: 'gegen die Erwartung wenig'. Ungefähr so: "Als er 1970 starb, waren von seinen einstigen Millionen noch ganze 300 Mark übrig." Es ist zu beobachten, dass heute dieses 'ganze' ins Gegenteil verkehrt wird: sehr viel oder, hier: sehr lange. Nun kann man gegen den Sprachwandel, so er denn Erfolg hat, einfach nichts machen. Aber gut beobachten kann man ihn immerhin. Ansonsten gilt natürlich die alte Duden-Weisheit: aus 'fälschlich oft' wird peu à peu 'heute auch schon'.

Sonntag, 3. Dezember 2017

"Daimler leiht sich einen Tesla ..."

Kann sich die Weltfirma Mercedes-Benz eigentlich keinen Tesla leisten, um ihn dann auf Testfahrten zu prüfen und zum Zweck des besseren Abkupferns in aller Gemütlichkeit auseinanderzulegen? Muss sich eine solche Weltmarke wirklich ein Auto bei Privatleuten über den Autoverleiher Sixt holen, um das Auto dann zu Schrott zu fahren? Fazit: Die deutschen Edelmarken waren auch schon mal besser und größer als heute.

Diesen Bericht, hier aus der ZEIT, dessen Vorlage ich im SPIEGEL gelesen habe, ausführlicher.

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Elektroauto

Daimler leiht sich einen Tesla – und bringt ihn beschädigt zurück

Um die Konkurrenz von Tesla zu testen, hat sich Daimler offenbar einen Mietwagen der Marke besorgt. Das Problem: Laut einem Bericht kam das E-Auto ramponiert zurück.

3. Dezember 2017, 14:58 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE

Der Daimler-Konzern hat sich laut einem Bericht des Spiegel heimlich ein Elektroauto von Tesla zum Testen ausgeliehen. Doch die Ingenieure des Unternehmens gaben den Wagen demnach in einem Zustand zurück, der kaum einen Zweifel daran lassen kann, dass sie ihn auf Teststrecken beschädigt haben. Das Auto, ein 200.000 Euro teurer Tesla X, gehört laut dem Bericht einem Ehepaar aus Bayern, das nun seinen Schaden – rund 15.000 Euro – erstattet haben will.

Die beiden vermieten drei Tesla als Nebenerwerb. Der Spiegel berichtet, sie hätten im Sommer Kontakt mit Sixt gehabt. Der große Vermieter trat offenbar als Zwischenhändler auf und gab das Fahrzeug dem Bericht zufolge weiter. Besitzer Manfred van Rinsum könne das auch belegen, schreibt das Magazin, er habe die Positionsdaten des Autos live verfolgen können.

Demnach wurde der Wagen auf einer Teststrecke bei Barcelona in Spanien gefahren, offenbar um die Belastbarkeit des Elektroautos bei hohen Temperaturen zu testen. Auch auf einer Teststrecke des Mercedes-Werkes in Sindelfingen habe sich das Auto laut seinen Positionsdaten befunden. Van Rinsum habe anhand dieser sogar nachvollziehen können, dass der Tesla dort über eine Rüttelstrecke, eine Schlechtwegstrecke und einen Steigungshügel gefahren worden sei, heißt es in dem Bericht.
Mit Klebeband wieder zusammengeklebt

Ein weiteres Indiz, über das der Spiegel berichtet: Als das Ehepaar seinen Wagen zurückbekam, habe im Handschuhfach ein Zettel gelegen mit der Aufschrift: "Sie parken falsch." Der Zettel stammte demnach aus dem Mercedes Benz Technology Center in Sindelfingen. Möglicherweise wurde er in dieser Zeit auch auseinandergeschraubt, zumindest halten das die Besitzer für möglich.