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Donnerstag, 27. April 2017

Ermordung online

Die Möglichkeiten von Facebook! Ich überlege ...

Ein Mann in Thailand hat zwei Videos auf seine Facebook-Seite gestellt, die ihn bei der Ermordung seiner elfmonatigen Tochter zeigen. Die Filmclips waren 24 Stunden lang zugänglich, bevor das Online-Netzwerk sie am Dienstag entfernte. Nach Angaben der Polizei nahm sich der Vater anschließend das Leben. Die Leiche des Mannes sei neben dem Baby gefunden worden. „Er hatte Paranoia, dass ihn seine Frau verlässt und nicht liebt“, sagte der leitende Ermittler der Nachrichtenagentur Reuters. | Erst vergangene Woche war auf Facebook für etwa zwei Stunden ein Video gestellt worden, auf dem zu sehen war, wie ein Mann in Cleveland erschossen wird. (faz.net)

Die Möglichkeiten der neuen unsozialen Medien sind wahrhaft beängstigend. Ich überlege, ob man nicht dazu übergehen muss, dass Beiträge erst mal von 10 Mitgliedern von Facebook freigegeben werden müssen. Der Rest kann ja an bis zu 10 Personen gehen, die man in einer Freundesliste aufführt. Das würde pathologische Veröffentlichungen eindämmen. 


Mittwoch, 26. April 2017

Volkes Stimme ...

... versammelt sich bei ZEIT Online. Auszug:


Es gibt zwei Gründe, warum das moslemische Prekrariat in Scharen nach Europa strömt:

1. Es geht ihnen hier trotz Ghettobildung und hoher Arbeitslosigkeit immer noch dreimal besser, als es ihnen in ihren Heimatländern gehen würde.

2. Langsam und schleichend hat sich unter vielen Muslimen in Europa - insbesondere ausgelöst sowohl durch die von aussen gesteuerten Islamvereine als auch durch das desaströse Fuhrwerken der Atlantiker im Nahen Osten - eine "Fünfte-Kolonne-Mentalität" breit gemacht. Originalton türkischer Jugendlicher in D: "Was wollt ihr? Bald gehört uns hier sowieso alles."

Der Unterschied zu den alten Zeiten: Seinerzeit standen die Türken vor Wien. Heute sind sie schon längst drinnen.

Aber ich bin nur ein böswilliger Ignorant, der den hohen Anspruch des Islam an die ethischen Grundwerte der Freiheit, des Friedens, der Toleranz und der Demokratie einfach nicht erkennt.

Dienstag, 25. April 2017

Fakten! Fakten! Fakten!

Das Folgende wollte ich schon lange mal sagen. Jetzt hat es ein ZEIT-Artikel rausgekitzelt. Nun denn:

"Die Realität kann sehr präzise in Zahlen, Daten, Fakten dargestellt werden."

*wunder* *staun*

In der analytischen Philosophie und beim Wiener Kreis gibt es lange, lange Einlassungen zu diesem Thema. Ich fasse mal zusammen: Fakten gibt es, aber sie haben so gut wie keine Bedeutung. (Wer mag kann mal nach dem Stichwort "Protokollsatz" suchen.) Erst wenn die Fakten verbunden und im Rahmen von Theorien gedeutet werden, bekommen sie einen Sinn und werden zu Handlungsanleitungen im Rahmen der Naturwissenschaft.

Im Bereich von Politik und Geisteswissenschaft warte ich noch auf den Artikel, der ruhig klar macht, dass allein die Konsensustheorie der Wahrheit Klarheit schafft. Diese Klarheit lautet: Es gibt außerhalb der Naturwissenschaft keine ideologiefreie Wahrheit. Die, die anderes behaupten, sind zu faul oder zu unfähig, sich ihre eigene Ideologie klar zu machen. Oder kürzer: Der Ideologe ist immer der andere.

Montag, 24. April 2017

Flexible Salafisten

Da sage einer, der strenge Islam sei nicht flexibel, wenn es darauf ankommt!

Nur wenige Anti-Terror-Einheiten können mit der französischen „National Gendarmerie Intervention Group“, oder GIGN, mithalten. ... Eine der außergewöhnlichsten Einsätze in der Geschichte der GIGN war ... die Besetzung der Großen Moschee 1979 [in Mekka]. Weil es Nicht-Muslimen untersagt war, die heilige Stadt zu betreten, konvertierten drei GIGN-Kommandos kurzzeitig zum Islam, bevor sie den saudischen Streitkräften dabei halfen, die Moschee wieder zurückzuerobern. (businessinsider.de)

In dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel liest sich die ganze Sache ein wenig anders:

Die saudische Regierung erwirkte eine Fatwa der obersten Theologen, die die Anwendung von Gewalt in der heiligen Stadt erlaubte. Erst nach langwierigen und verlustreichen Kämpfen im labyrinthischen Gebäude gelang es nach mehr als zweiwöchiger Besetzung, unter Mitwirkung der Anti-Terroreinheit der französischen Gendarmerie GIGN, die überlebenden Aufständischen zur Aufgabe zu zwingen. Dass der saudische König „Ungläubige“ in die heilige Stadt Mekka rief, war für das Empfinden vieler Muslime eine nicht wieder gut zu machende Schande, auch wenn im Nachhinein behauptet wurde, die französischen Gendarmen seien vor ihrem Einsatz noch schnell zum Islam konvertiert. | Die Besetzung forderte nach offiziellen Zahlen 330 Todesopfer unter den Geiselnehmern, den Geiseln und den Sicherheitskräften, andere Schätzungen sprechen sogar von tausend Opfern. 63 Aufständische, darunter al-Utaibi, wurden am 8. Januar 1980 in einer Massenexekution in acht verschiedenen Städten Saudi-Arabiens enthauptet. |  Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini verbreitete in einer Radiobotschaft, dass US-Amerikaner für die Besetzung verantwortlich seien. Daraufhin wurde schon am 21. November in Islamabad die amerikanische Botschaft von einem Mob niedergebrannt. Weitere antiamerikanische Proteste gab es auf den Philippinen, in der Türkei, Bangladesch, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Libyen. | Für die Fatwa sollen die saudi-arabischen Religionsgelehrten Milliarden gefordert haben, um damit die wahhabitische Missionierung im Ausland zu intensivieren. Diese Bemühungen werden später Grundlage für die Radikalisierung der Muslime in einigen Nachbarländern.

"Flugpassagier findet geladene Waffe"

Die Frage wieder mal: Wer gefährdet die Öffentliche Sicherheit mehr, der Terrorist oder sein  amtlicher Verfolger? Auch: amtliche Verfolgerin natürlich.

22. April 2017 | Flugverkehr | Flugpassagier findet geladene Waffe auf Bordtoilette [Launige Einleitung, die man sich aber schenken kann.] | Das Fundstück, das jetzt in einer Bordtoilette auf einem Transatlantikflug entdeckt wurde, ist allerdings potenziell gefährlich: Ein Passagier fand dort eine geladene Waffe, als sich die Maschine gerade mitten über dem Atlantik befand. Die Website The Aviation Herald, die Zwischenfälle in der Luftfahrt dokumentiert, versieht die Meldung mit der schönen Überschrift "Lavatory or armoury", auf deutsch: Waschraum oder Waffenkammer. ... | Relativ schnell war dann klar, dass es kein Gangster oder Terrorist war, die die Waffe liegen ließ. Eine Luftsicherheitsbeamtin, einer der sogeannten Air Marshalls, die nach dem 11. September 2001 eingeführt wurden, hatte sie im Toilettenraum vergessen. (sueddeutsche.de)

Sonntag, 23. April 2017

Sony Xperia hängt ...

... oder: reagiert nicht. Oder: rührt sich gar nicht mehr.

In diesem Fall: Das Display leuchtet -- es wird der Wecker angezeigt --, aber sonst lässt sich gar nichts mehr machen. Kein Neustart, keine Rektion des Displays. Steckt man es an ein Laderät, dann leuchtet nicht mal die Diode, die sonst das Laden anzeigt. Verbinden mit dem PC -- nix.


Sony Xperia Z: Neustart erzwingen

Wenn Ihr Sony Xperia Z hängt, hilft meist nur ein Neustart, um wieder auf das Gerät zu zugreifen. In diesem Praxistipp zeigen wir Ihnen, wie das funktioniert.

  • Da Sie beim Sony Xperia Z nicht so einfach den Akku entfernen können, um das Gerät zum Neustart zu zwingen, müssen Sie eine Tastenkombination für den Neustart verwenden.
  • Drücken und halten Sie dazu die "Lautstärke erhöhen"-Taste (obere Läutstärkewippe) und den Ein/Aus-Knopf gleichzeitig für etwa fünf Sekunden. |
  • Nachdem das Handy kurz vibriert hat, können Sie die Tasten wieder los lassen. Das Smartphone startet jetzt neu.
Ja, es hat tatsächlich geklappt mit Wippe oben + Einschaltknopf zugleich drücken.

Samstag, 22. April 2017

"Diskriminierung der Zuzügler"

Ich bin mir nicht sicher, ob das bei der ZEIT stehenbleibt. Manche der Überwacher erkennen Ironie nicht gleich. Und stehen ja auch unter Lesestress. Also kopiere ich mal hierher:

"... durch die jahrzehntealte Diskriminierung der Zuzügler aus den ehemaligen Kolonien, ihre Ausgrenzung und Ghettoisierung in den Banlieus ..."

Wir könnten doch allmählich die Einwände und die Antworten auf die Einwände katalogisieren und dann auf die Katalognummern verweisen. Im vorliegenden Fall also: 182, 183 und 199.

--

182: Die Integration in die aufnehmende Gesellschaft ist Aufgabe der Ankommenden. Dann gibt es auch keine Ghettos und keine Diskrinierung.

183: Die Inder und Vietnamesen jammern doch auch nicht so rum! Sie lernen was und werden was und sind wohl gelitten.

199: Die Sache mit den Kolonien ist echt lang her. (Sidestep: Die Menschen aus den ehemaligen deutschen Kolonien sind wirklich nicht das Problem in Deutschland.) Die Leute hätten zuhause bleiben und, nachdem die kolonialen Besatzer gegangen waren, was Ordentliches und vorbildlich Freiheitliches aufbauen können! Warum haben sie es nicht getan? Weil sie es nicht können.

Holla die AfD!

Ich kann mal wieder nicht widerstehen und kommentiere bei der ZEIT.

"Oder ist die AfD – wie andere Beobachter der politischen und akademischen Szene glauben – eine rechtsradikale Partei? Eine, die von dem latent immer vorhandenen Potenzial der Wahlberechtigten gewählt wird, das für rechtsradikales Gedankengut anfällig ist?"

Vielleicht ist sie ja unscharf-rechtsradikal, diese AfD. Wahrscheinlich ist sie von allem etwas und damit nichts so recht. Vor Wochen habe ich einmal irgendwo gelesen, die AfD könnte sich als eine Art bundesweite CSU etablieren. Das hätte, wenn sie sich noch ein wenig stärker anti-islamisch und anti-immigrationistisch ausrichten würde, sicherlich im Moment ein großes Stimmpotential.Aber so? Ein Haufen von delirierenden Querköpfen, die regelmäßig die in ihren Reihen absägen, die denken können, um auf diese Weise die dumpfe Egalität wieder herzustellen. Von einer solchen Partei geht wahltechnisch gesehen keine Gefahr aus.

Lob der Zigarette



Zigarette in der Hand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Freitag, 21. April 2017

Hallo sueddeutsche.de!


[ Auf das Bild klicken = Vergrößern ]

Welche Zeitung hatte eigentlich als erste die PLUS-Idee? Die Idee, dass man noch ein Geldquellchen aufmachen könnte. Ich glaube, es war die BILD. Inzwischen ist der SPIEGEL dazugekommen, auch die Süddeutsche. Ich habe SPIEGEL und Süddeutsche abonniert, als Papier- wie auch als Online-Ausgabe. Dass ich jetzt auch noch zusätzlich zahlen soll, wenn ich das da oben lesen will, das ist einfach zu viel. Es mag ja sein, dass die Zeitungen finanziell unter Druck stehen; aber auch da sollte man mit Fingerspitzengefühl vorgehen, wenn es um die Erschließung von zusätzlichen Einnahmen geht.

Heißt: Es ist hier wie in der Werbung. Die Zeitungen und die "Werbetreibenden" dürfen einfach den Bogen nicht überspannen. Ich überlege mir, ob ich nicht meine Abos kündige und dann schaue, welche Zeitungen ich am Kiosk hin und wieder kaufe.

Donnerstag, 20. April 2017

Bürgers Schwabenmädel

Ach, das Internet! Es gräbt die schönsten alten Dinge aus:

"Bürgers Neugierde und Erwiderung des Gedichtes. 281

Obgleich Bürger in einem Briefe an Boie sagt, die Verse des anonymen Gedichtes seien leider nicht viel wert, hatten sie tiefen Eindruck auf ihn gemacht. Seine Phantasie wurde durch den poetischen Heiratsantrag mächtig erregt, seine Gedanken gehörten fortan nur seiner unbekannten Verehrerin. „Ist die ganze Geschichte nicht drollig? Es ist doch wenigstens eine artige Anekdote in der Geschichte der deutschen Litteratur," meinte der arglose Dichter, der von dem Ausgange dieses Abenteuers keine Ahnung haben konnte, da er sonst vor der poetischen Ehewerberin schleunigst die Flucht ergriffen hätte. Der Bedauernswerte dachte sogar mit Vorliebe daran, ob nicht doch vielleicht daraus Ernst werden könnte; dieses kühne Schwabenmädchen wäre vielleicht imstande, ihm die unvergessliche Molly zu ersetzen. Er sah ein, „dass das Weib, welches das Bild der Einzigund Höchstgeliebten unvergesslichen gänzlich in Schatten zurückzudrängen vermöchte, ein wahres Meister- und Schöpferwerk an ihm verrichten würde", aber warum sollte es dieser feurigen Emanzipierten nicht gelingen? Gewiss eher ihr, als einer anderen! Längst hatte er geglaubt, dass ihm ein solches Glück an seines Lebens „Nachmittag" nicht mehr beschieden sei -- was er jedoch dafür hielt, war nur ein Unglück, das seinen Lebensabend noch verkürzte."  (Wurzbach)

Mittwoch, 19. April 2017

Kosten der Migration

Eine Frage, die ich im Wikipedia-Café eben (19.04.2017 - 13:11 Uhr) gestellt habe:

Vorausgeschickt: Wir wissen alle, dass das, oft ironisch zitierte, de-Maizière-Diktum "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" oft durchaus seine Berechtigung hat. Eine der Größen, die ich bei diesem Spruch verbuche und vielleicht darum so gut wie nie lese: Die laufenden und für die Zukunft hochgerechneten Kosten der "Migrationsbewältigung" in Deutschland. (Irgendwo habe ich mal gelesen, aber nich notiert wo: Im Durchschnitt werde für die nächsten 10 Jahre mit 420.000 Euro pro Verfahren / Migrant gerechnet.) Wenn diese Zahlen nicht oder selten genannt werden, hat das also vielleicht einen guten Grund, denn bekanntlich hört auch bei vielen Gutwilligen beim Geld die Gutwilligkeit schnell auf. Auf der anderen Seite gehören, meine ich, solche basalen Dinge natürlich auch bei einer freien Diskussion dazu. -- Bleiben unterm Strich zwei Fragen: a) Gibt es diese Rechnungen längst, auch seriös veröffentlicht, und ich kenne sie nur nicht? b) Wenn solche Zahlen bewusst nicht veröffentlicht werden: Sollte man sie einfordern oder nicht? -- Gleich hier: Dass die Sache mit der Betrag-Ermittlung schwierig ist, ist wohl jedem klar. Aber das ist sehr oft in Haushaltsrechnungen so, und wohl keine vernünftige Begründung für ein Nicht-Rechnen.

Mal schauen, was daraus wird.

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25.04.2015 Also das ist daraus geworden: Nach kurzen Relativierungen am Anfang hat sich "eine IP'", wie das bei der Wikipedia heißt, unglaublich ins Zeug gelegt und extrem hohe Kosten vorgerechnet. Zunehmend genervte Reaktionen vieler vom Stammpublikum. Dann: Die IP wurde gesperrt -- das muss ein Administrator machen. Und dann wurde, gegen die Gewohnheiten des WP-Café, bei dem die Diskussionspunkte normalerweise "oben rauslaufen" und dann erst archviert werden, herausgeschnitten und ins Archiv verbannt. Ich habe noch eine kurze Bemerkung eingefügt. Die Sperrung und die Nachbemerkungen:

@217....: Ich habe Dich jetzt gesperrt und werde auch weitere Inkarnationen von Dir sperren. Du bist herzlich eingeladen, an Wikipedia mitzuarbeiten und anschließend hier im Café rumzuhängen. Reine Diskussions-Accounts sind aber verzichtbar. Dafür gibt es im Netz besser geeignete Orte. --Zinnmann d 18:43, 20. Apr. 2017

Weil ich das angestoßen habe, will ich doch noch anmerken: Mir ging es nicht darum, hier Unfrieden zu stiften. Meine Fragen a) und b) da oben waren ja auch leicht andere als die Antworten, die dann gestellt (sic) wurden. Aber so ist das halt nun mal -- wohin sich eine Kaffeehaus-Diskussion bewegt, lässt sich schlecht einschätzen. Und der Menschen Wille und Ansicht ist ihr Himmelreich. -- Ach und das noch: Ich bin eigentlich ziemlich oft hier, und ich sehe das zum ersten mal: dass jemand, ob IP oder Normalo, im Café gesperrt wird. Wer hat denn da den Sheriff gerufen, der doch sonst hier nicht verkehrt. weil es im Café doch so lustig und friedlich zugeht? Dass ich keine Parallelfälle kenne, kann aber natürlich daran liegen, dass ich manchmal unaufmerksam bin. --Delabarquera 16:26, 22. Apr. 2017

Alles geschieht irgendwann zum ersten Mal. Aber wie kommst du darauf, dass der Sheriff gerufen wurde? Ein guter Sheriff sollte auch einfach nur mal so in den Saloon gehen, um nach dem Rechten zu schauen. Sperrungen sind immer unerfreulich, aber bei reinen Laberaccounts als "Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit" doch überall in der Wikipedia Gang und Gäbe. Warum nicht auch im Café? Tatsächlich hat die altbayrische IP ja immer und immer wieder nur ihre gleichen Grundthesen wiederholt, egal, ob andere Cafébesucher argumentativ darauf eingegangen sind oder nicht. Geoz 16:45, 22. Apr. 2017

An der Sache sieht man: Freiheit ist halt so eine Sache. Wenn man jemanden vor sich hat, der meinungsmäßig ausbüchst, dann wird die Freiheit sehr schnell beschnitten. Und bei der Wikipedia, das ist auch an anderer Stelle zu bemerken, werden IP-Nummern schon sehr gerne überprüft. Ein gewisser verfassungschützerischer Zug ist da nicht zu übersehen.

Sollte jemand nachlesen wollen: Hier steht die ganze Abfolge im Wikipedia-Café-Archiv.


Dienstag, 18. April 2017

Bohrer, Karl Heinz

Im Radio höre ich eine Besprechung des, sagen wir: Lebensrückblicks von KHB. Ich muss unmittelbar denken: Bohrer, einer von den Männern, die sich die Welt nicht ohne sich selbst vorstellen wollen. Sie sagen sich, dass sie doch immer dazugehört haben! Es war doch alles so herrlich aufregend auf sie ausgerichtet. Sie wurden hoffiert, ihnen hörte man zu. Und auf einmal -- Peng! Über Achtzig. Und die Uhr tickt ihrem Ende entgegen.


Da passt doch auch dies vorzüglich:

"Bei seinen Recherchen stieß Sven Michaelsen auf Erzählungen über Bohrers Regentschaft beim Merkur. Als der neue Chef von einem Redakteur gefragt wurde, ob er die Bleiwüste der Zeitschrift mit Bildern auflockern wolle, antwortete er: »Nein, ich finde Fotos vulgär.« Für die monatlichen Themenkonferenzen führte er den Namen »Apostelgespräche« ein." (sueddeutsche.de)

Was soll ich sagen? Ich habe auch Männer kennengelernt, die vor ihrem 60. Lebensjahr gar nicht und anschließend nur mit großer Mühe das Phänomen Zeit mit sich selbst in Verbindung bringen konnten. Ständig schienen sie sich selbst zu sagen: 'Aber ich, ich bin ewig!' Angenehm waren diese Männer allesamt nicht. Was ja nicht heißt, dass ich nicht instinktiv Mitleid mit ihnen habe, wenn sie, alt und tatterig geworden, dasitzen und sich beständig wundern, dass sie nicht mehr allüberall hofiert werden. Wenn sie erkennen müssen, dass die Welt sich wahrscheinlich auch ohne sie dreht.

Montag, 17. April 2017

https://www.bwin.com/de

Die PEST unter den Web-Seiten.

Begründung: Eine der Seiten, die so programmiert sind, dass man sie, zumindest unter meinem Android, nicht mehr wegdrücken kann. Schlichtweg ekelhaft. Wie überhaupt dieses Gewerbe der Online-Wetten, Marschrichtung Abzocke, einfach extrem unangenehm ist.

Und im Autoradio höre ich: Dass auch Experten Sportergebnisse nicht vorhersagen können. Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung. Aber natürlich glaubt jeder, der sich von Deppenevents anfixen lässt, dass er die große Ausnahme ist.

Das noch (womit ich nicht einmal ansatzweise sagen will, das bwin damit etwas zu tun hat):

"30.03.2015 14:56 Uhr Wie Betrüger Millionen verdienen Gold aus Stroh – der neue Trick bei Fußball-Wetten || Wettbetrüger setzen im Internet mittlerweile auf erfundene Fußballspiele – und verdienen damit Millionen. Allein in den letzten sechs Monaten seien weltweit etwa 20 so genannte Geisterspiele aufgefallen." (tagesspiegel.de)

/

Samstag, 15. April 2017

Wie A zu Z wurde (Reihe)




  • Wie aus dem Christenverfolger Saulus der Heilige Paulus wurde. 
  • Wie aus einem linken Terroristen Horst Mahler ein Rechtsradikaler wurde.
  • Wie aus dem RAF-Verteidiger Schilly der Innenminister Schilly wurde
  • Wie aus Richter "Gnadenlos" Schill der Skandalo "Kokainschnupfer" Schill wurde
  • ...
Eine neue Frage für die interdisziplinäre Forschung: Wie wird aus einem Vertreter des Extrems A ein Vertreter des gegenläufigen Extrem Z?

Dienstag, 11. April 2017

Sebastian Fitzek

"Das Paket" von Sebastian Fitzek || Wäre Sebastian Fitzek ein englischsprachiger Autor, wäre die einhellige Kritik wohl ein unaufgeregtes "Da weiß halt einer wie´s geht". Er kommt aber aus Berlin, und so werden im gern die Zeigefinger der Hochkultur entgegengeklappt. Wie's geht weiss er trotzdem. | Nulllinie der deutschen Gegenwartsliteratur. So hat der Literaturkritiker Denis Scheck Florian Fitzek mal genannt. Das ist lustig, und sehr gemein, und tatsächlich nicht die Wahrheit. (wdr.de)

Ja, dieser hochpotente, gutaussehende Literaturkritiker Scheck! Er hat's halt raus, wie man Schriftsteller in den Dreck zieht.

"Saulus Populi Romani"

"Ihr Leute, kommt zu Trödler Abraham!"


Capelia Borghese, Santa maria Maggiore, Rom

Bild ~ - die Lukasikone | Artikel wird nach Auftragseingang in Deutschland gefertigt. Lieferzeit voraussichtlich 10 – 14 Werktage. Zuzüglich 9,95 € Versandkosten pro Bestellung. | mit faksimilierter Handschrift von Papst Johannes XXIII | Material: Leinwand / Massivholzrahmung | Format: 34,5 x 41,5 cm | Preis: 498,00€ (sz-shop)

Montag, 10. April 2017

Die AfD

Ja da schau her, die AfD!

"Bei der AfD streiten seit längerer Zeit Realpolitiker und Fundamentalisten erbittert um die Ausrichtung. Die Debatte ist eng verknüpft mit dem Machtkampf zwischen Petry und ihren Kritikern, zu denen Gauland, der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen und Höcke zählen. | Petry befeuert den Streit mit Anträgen für den Parteitag. Zur Ausgrenzung rechter nationalistischer Strömungen will sie das Grundsatzprogramm der AfD ergänzen lassen. Dort solle eine Passage aufgenommen werden, in der es heiße, dass in der Partei insbesondere für "rassistische, antisemitische, völkische und nationalistische Ideologien kein Platz" sei." (t-online.de)

Gestern war irgendwo zu hören, dass die veränderte AfD als eine Art bundesweite CSU auflaufen könnte. Da sage noch einer, dass ich in der "Parteienlandschaft" nichts tut!

Polyamorie

Ist das mit der ~ jetzt das Modernste vom Modernen oder doch das, was meine kindliche Erziehung mit Sodom und Gomorrha und dem Schwefelregen in Beziehung setzt?

"Polyamorie: So ist es wirklich, in einer Viererbeziehung zu leben || Johanna und Max sind ein Paar, Antonia und Lars auch. Gemeinsam leben sie in einer Viererbeziehung – mit zwei Kindern und dem Wunsch nach weiteren." (zeit.de, via SuperSuper-Site ze.tt)

Und die Kinder sagen dann in der Schule: "Meine Papas und meine Mamas ham gesagt, ich muss die Mütze aufsetzen, weil es so kalt ist."

Und warum warte ich nun bei solchen Modernst-Meldungen immer auf Jan Böhmermann?

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Was bemerkenswert ist: Nahezu alle systematischen Provokationen nutzen sich mit der Zeit ab. Nur Gewalt und Sex scheinen immer Konjunktur zu haben. Natürlich zielen die Provokationen auf unterschiedliches Publikum. Kopfabschneiden mag sich nicht jeder anschauen, manche Metzgernaturen aber sind offenbar ganz wild, so etwas zu sehen. Und manche Subthemen sind in verschiedener Weise out, werden also nicht genutzt. Sex mit Kindern und Kinderpornographie wird wohl bis auf Weiteres auch von den wildesten Sex-Provokateuren eindeutig abgelehnt. (Das war, wie wir wissen, nicht immer so.) Und Sex mit Tieren wird, man staunt, irgendwie als sehr schmuddelig angesehen. Letzteres aber vielleicht nur zu dem Tag, an dem Susanne Wendel*, feinfühlig und differenziert und dabei auch noch humorvoll, das richtige Buch zum Thema schreibt.

* Susanne Wendel: Gesundgevögelt in 12 Wochen. Praxisbuch für Paare und alle, die es wieder werden wollen. Berlin: Goldegg Verlag. (Mit eigener Website nur für dieses Buch!)

Sonntag, 9. April 2017

Krämer Nick > Voodoo

Wer sind denn nun diese wieder?

Meine Voodoo-Puppe lacht sich halb kaputt und schickt dem Krämer Nick so einige ihrer Möglichkeiten auf den Hals.

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Sehr geehrter Kunde,

das von Ihnen vorliegende Girokonto ist nicht hinreichend gedeckt um die Kontoabbuchung vorzunehmen. Sie haben eine nicht beglichene Forderung bei unseren Mandanten Mail & Media GmbH.

Aufgrund des andauernden Zahlungsrückstands sind Sie gebunden außerdem, die durch unsere Inanspruchnahme entstandenen Gebühren von 26,54 Euro zu bezahlen. Die Zahlung erwarten wir bis spätestens 17.04.2015 In Vollmacht unseren Mandanten ordnen wir Ihnen an, die offene Gesamtforderung sofort zu begleichen.

Bitte beachten Sie, dass keine weitere Mahnung erfolgt. Nach Ablauf der festgelegten Frist wird die Angelegenheit dem Gericht und der Schufa übergeben. Die vollständige Kostenaufstellung, der Sie alle Positionen entnehmen können, ist beigefügt. Für Rückfragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb des gleichen Zeitraums.

Mit freundlichen Grüßen

Inkasso Abteilung Krämer Nick

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Spam: Angebliche Mahnungen enthalten Trojaner - Tarnkappe
https://tarnkappe.info/spam-angebliche-mahnungen-enthalten-trojaner/
Bewertung: 5 - ‎1 Abstimmungsergebnis
03.01.2014 - Wer den Anhang (Inkasso Buro.zip) öffnet, schleust Schadsoftware auf ... Albrecht, Frieda Klein Inkasso, Karl Neumann, Joel Peters, Nick von ...

Samstag, 8. April 2017

Özdemir vs. Broder (und umgekehrt)

Fund im Vorbeigehen:

Jan B.

Eigentlich geht Jan B. an mir vorbei. Und ich an ihm sowieso. Wir spielen in unterschiedlichen Ligen. Das jetzt nicht Erste gegen Dritte Liga, sondern Fußball vs. Basketball. Aber dann doch: Der ist schon einsame Spitze, der Song. Man könnte ihn für vollkommen ernst nehmen. Und dann: "Messer, Gabel, Schere, Licht / Sind für kleine Kinder nicht". "Was man nicht im Kopf hat, das hat man in den Beinen."


Und als Zugabe noch: "Campino zum Streit mit Böhmermann".

Tja, manche wissen, wann man aufhören muss. Andere schaffen den Absprung nicht rechtzeitig. Heißt doch nicht, dass Campino aufhören muss zu leben. Nein, um Himmels willen! Warum nicht den eigenen bürgerlichen Namen Andreas Frege reaktivieren (Nachkomme von Gottlob F.?) und einen Bierverlag aufmachen. Ein Obergäriges vor allem müsste sein. Genannt "Lebendige Hosen".

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Der Text, ja nicht immer so ganz verständlich, hier:

Jim Pandzko Lyrics
Jim Pandzko feat. Jan Böhmermann
"Menschen Leben Tanzen Welt" | NEO MAGAZIN ROYALE

Was du hast, können viele haben
Aber was du bist, kann keiner sein
Es ist ein schönes Gefühl
Zu wissen, dass Du da bist

Ich brauch mal wieder Zeit mit dir
Das schwarze mit der blonden Seele
Der gute Stern auf allen Straßen

An alle da draußen: Anders sein ist gut
Alle Wege führen nach Rom
Wir trampen nach Alaska
Barfuß durch den Regen

Menschen, Leben, Tanzen, Welt
O-eo-o, o-o-ehooo!
Menschen, Leben, Tanzen, Welt
O-eo-o, o-o-ehooo!
Menschen, Leben, Tanzen, Welt
O-eo-o, o-o-ehooo!

Sonntag, 2. April 2017

Trump USA <--> BRD Schulz

Ich lese, man sollte es nicht glauben, über gleich zwei Trump-Erklärer, wenn schon nicht Trump-Versteher! Beide Male im SPIEGEL, auf Papier. Und suche anschließend im Internet. 

"Für Trump-Unterstützer wie mich ist es so: Wir hassen keine Mexikaner und auch keine Muslime. Ich bin auch überhaupt nicht generell gegen Einwanderung. Aber ich denke, es gibt diese Terrorgefahr, und es ist legitim zu diskutieren, wie viele und welche Einwanderer in die USA kommen sollten. | Trump hat aus meiner Sicht einige tiefgehende Fragen zu Ethik und politischer Theorie aufgebracht, über die man lange Zeit nicht mehr nachgedacht hat. Zum Beispiel: Wer hat das Recht, in den Vereinigten Staaten oder einem anderen Land zu leben? Überraschend viele Leute glauben, jeder Mensch habe das Recht überall zu leben. Aber das käme im Zweifel einer Invasion gleich, wobei ich Invasion und Einwanderung nicht gleichsetzen möchte." (spiegel.de)

Daniel Bonevac ist Philosophieprofessor an der University of Texas. Er outete sich bereits vor der US-Wahl als Trump-Anhänger. In einem längeren Beitrag für die "Washington Post" warb er um Stimmen für ihn. Nach dem Amtsantritt zeigt sich Bonevac von Trump zunehmend begeistert - wohl wissend, dass er damit unter US-Wissenschaftlern, noch dazu im Fachbereich Philosophie, eine Ausnahme darstellt. (Ebd.)

Klingt das nicht wie ein Text zur Lage in Deutschland?

"Und tat­säch­lich, hät­te man Van­ce' Buch im Som­mer vor der Wahl ge­le­sen, man hät­te Angst be­kom­men kön­nen vor die­sem Ame­ri­ka und die­sen Ame­ri­ka­nern im Her­zen des Lan­des. Ob­wohl der Name Trump kein Mal fällt, las­sen sich die 300 Sei­ten kaum le­sen, ohne eine Fi­gur wie Trump am Ende für un­aus­weich­lich zu hal­ten. | Van­ce be­rich­tet vom wei­ßen Pre­ka­ri­at, von ei­ner Be­völ­ke­rungs­schicht, der es spä­tes­tens seit der Jahr­tau­send­wen­de im­mer schlech­ter geht und die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in ra­san­ter Ge­schwin­dig­keit aus dem öf­fent­li­chen Blick­feld ge­ra­ten ist und sich vom ge­sell­schaft­li­chen Kol­lek­tiv ver­ab­schie­det hat. Mehr oder min­der un­ter sich le­ben sie ab­ge­schie­den in den Ber­gen der Ap­pa­la­chen und in den ver­fal­le­nen Mit­tel- und Klein­städ­ten des ehe­mals in­dus­tri­el­len Mitt­le­ren Wes­tens." (spiegel.de)

JD Vance (born 1984) is an American author and venture capitalist known for his memoir Hillbilly Elegy. The book is about the Appalachian values of his upbringing and their relation to the social problems of his hometown. The book was on the New York Times best-sellers list in 2016 and 2017. It attracted significant attention during the 2016 election from national media as a window into the white middle class. Vance attracted criticism from some Kentuckians who said he was 'not a hillbilly', while others supported him. | In December 2016 he indicated that he plans to move to Ohio to start a nonprofit and potentially run for office and work on drug addiction. (en.wikipedia.org)

Und dann kommt die 1-Mio-$-Frage: Wer ist schuld an der Lage dieser Menschen, das Establishment in Washington, das sie vergessen hat, oder die Leute selbst, die faul und ohne Antrieb sind?

"Als hart ar­bei­tend, sagt Van­ce, wür­den sich all sei­ne Fa­mi­li­en­mit­glie­der be­zeich­nen. Das sei ihr Selbst­bild, ob­wohl ei­gent­lich die we­nigs­ten ei­nen Job ha­ben. In Midd­le­town ar­bei­ten 30 Pro­zent der jun­gen Män­ner we­ni­ger als 20 Stun­den pro Wo­che, und doch, sagt Van­ce, wür­de man kei­nen ein­zi­gen fin­den, dem sei­ne Faul­heit be­wusst wäre. Er er­zählt von ei­nem Be­kann­ten, der ihm mit­ge­teilt habe, er habe es satt, mor­gens so früh auf­zu­ste­hen, er habe sei­nen Job ge­kün­digt. Spä­ter schrieb der­sel­be Be­kann­te auf Face­book, er habe sei­nen Job ver­lo­ren, und mach­te da­für die „Oba­ma Eco­no­my“ ver­ant­wort­lich." (spiegel.de)



Drei Schönlinge ...

... die unser Vertrauen verdienen!


Oder doch -- eher nicht?

Gabriel, Macron, Habermas

"A Gift for Young People"

Die schlichten bis halbschlichten Scherze sind halt immer noch die besten!


Im Englischunterricht ("false friends") jederzeit einsetzbar!